+
Der Gesundheitszustand der Teilnehmer – hier die Lungenfunktion – wird genau erfasst.

TUM sucht Teilnehmer für Ernährungsstudie

Einladung zum großen Gratis-Check

Freising - Ein Coffee-to-go am Morgen, Mittags ein Imbiss und abends ein Snack auf die Hand: Immer weniger Menschen kochen heute noch zuhause. Die Folgen: Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck und Stoffwechselerkrankungen. Die TU am Campus in Weihenstephan hat sich diesem Problem angenommen und startet jetzt eine Bevölkerungsstudie zum Ernährungsverhalten – in allen Lebensphasen.

Professor Dr. med. Hans Hauner, wissenschaftlicher Leiter am Lehrstuhl für Ernährungsmedizin in Weihenstephan, und sein Forschungsteam haben sich ein ehrgeiziges Ziel gesteckt. Menschen in vier verschiedenen Lebensphasen sollen genau untersucht werden: Kleinkinder, Heranwachsende (Adoleszente), Erwachsene und Senioren. „Uns interessiert dabei nicht nur das Ernährungsverhalten und der Lebensstil, sondern wir erfassen auch den Gesundheitszustand“, betont Hauner.

Körperfettanteil, Darmflora, Blutwerte und Energiestoffwechsel werden mit modernsten Untersuchungsmethoden am TUM Campus Weihenstephan gemessen. Auf diese Weise entstehe eine umfassende Statuserhebung der Ernährungsgewohnheiten, berichtet Hauner. Freisinger Bürger sind jetzt aufgerufen, sich an der Studie zu beteiligen. Über 400 Probanden werden gesucht. Ab März werden an zwei halben Vormittagen die Woche die Gesundheitschecks durchgeführt. Neben einer kleinen Aufwandsentschädigung erhalten die Teilnehmer die Ergebnisse der individuellen Untersuchungen und bekommen auch Tipps für eine gesündere Ernährung. „Es gibt sehr viele Freisinger, die daran interessiert sind, das Auftreten ernährungsbedingter Krankheiten zu reduzieren, sagt Johanna Thalhuber von der Institutskommunikation, die schon mehrmals positives feed-back von zukünftigen Probanden erhalten hat. Hauptziel der Studie sei es, so Hauner, den Menschen, entsprechend der Lebensphasen, eine gesunde und zugleich schmackhafte Ernährung zu ermöglichen. Drei Forschungsschwerpunkte kommen dabei zum Tragen: Lebensmittelentwicklung, Ernährungskommunikation und Ernährungsforschung. „Die interdisziplinäre Zusammenarbeit wird sich über mehrere Lehrstühle erstrecken, so Hauner. So seien unter anderem auch die Informatiker aus Garching mit an Bord. Denn mittels „Ernährungs-Apps & Games“ hoffe man auch, jugendliche Probanden aus bildungsferneren Elternhäusern ansprechen zu können. Übrigens wird es auch eine Pilotstudie in einem Nürnberger Seniorenheim geben. Zur Prävention von Mangelernährung bei Kau- und Schluckstörungen werden neue Lebensmittel im 3D-Druck-Verfahren entwickelt. „Brei oder Püree werden dann optisch aufgewertet als Roulade“, so die Wissenschaftler. Denn auch das Auge esse bekanntlich mit. Der Forschungsverbund „enable“ wird übrigens vom Bundesforschungsministerium mit fast 5,8 Millionen Euro gefördert.

Gut zu wissen Der Forschungsverbund „enable“ präsentiert sich auch auf der Gesundheitsmesse „bleib fit“, die an diesem Wochenende in der Freisinger Luitpoldhalle statt findet. Dort können sich Interessierte näher über eine Teilnahme an der Studie informieren. Weitere Informationen gibt es unter enable-studienzentrum@tum.de. oder Tel. (0 81 61) 71 23 95.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Feuerwehrkommandant muss zu Einsatz im eigenen Haus eilen
Ausgerechnet zum eigenen Haus musste Moosburgs 2. Feuerwehrkommandant am Dienstag ausrücken. Im Interview spricht Franz Jantschy über diesen realen Albtraum.
Feuerwehrkommandant muss zu Einsatz im eigenen Haus eilen
"G'sund bleib'n!"
„G‘ sund bleib‘n!“ Diesen Geburtstagswunsch haben Sie sicherlich schon oft gehört. Bei Meinungsumfragen nach den häufigsten Wünschen steht die Gesundheit an oberster …
"G'sund bleib'n!"
Boxkampf mit dem Pfarrer
Wenn am 11.11. die Günzenhausener Dorfbühne ihr neues Stück präsentiert, darf sich das Publikum auch auf einige Neuerungen freuen. Und das liegt nicht nur daran, dass …
Boxkampf mit dem Pfarrer
Und das alles ohne Kunstgeschichte-Studium
Mit einem bunten Programm feiert „eine Institution“ (Bürgermeister Reents) diese Woche ihr 90-jähriges Bestehen: der Goldachmarkt.
Und das alles ohne Kunstgeschichte-Studium

Kommentare