Routine sticht! Sechzig siegt dank Oldie-Toren bei Grünwalder-Rückkehr

Routine sticht! Sechzig siegt dank Oldie-Toren bei Grünwalder-Rückkehr
Der Meister und sein Schützling: Eduard Held (hinten), Chef der gleichnamigen Schreinerei, ist stolz auf seinen Preisträger und Schreinergesellen Filipp Thiel.

Aus diesem Holz sind Sieger geschnitzt

Freising – „Am Ende des Tages will ich auch sehen, was ich geschafft habe“, sagt Filipp Thiel, der Innungssieger der Schreinerinnung Freising, im Gespräch mit dem FT. Das ist ihm mit einem außergewöhnlichen Werkstück – die Abschlussarbeit seiner dreijährigen Ausbildung bei der Held Schreinerei – gelungen.

Der aus massivem deutschen Nussbaum gefertigte Schreibtisch brachte dem frischgebackenen Schreinergesellen eine Auszeichnung des „Die Gute Form“-Gestaltungswettbewerbs ein – auf bayernweiter Ebene. Die außergewöhnliche Form der Tischplatte folgt dabei dem natürlichen Wuchs des verwendeten Baumstamms.

„Am schwierigsten ist die Findungsphase“, erzählt Filipp Thiel – und am längsten dauerte sie auch. Als er aber dann den geschwungen Stamm im Bestand der Schreinerei entdeckte, gestaltete er seine ungewöhnliche Idee – und die zahlte sich aus. Nussbaum gefiel ihm „wegen des hell-dunkel Wechsels“ sowieso – und nach knappen 100 Stunden Arbeit war das Einzelstück dann auch fertig. Gar nicht mal so lange, wie der Jungschreiner berichtet.

„Eigentlich wollte ich ja zur Bundeswehr“, verrät der 23-Jährige. Nach seinen Abitur kam er aber mehr oder weniger durch einen glücklichen Zufall in eine Schreinerei – beim Vater seiner Ex-Freundin half er damals aus. Von da an konnte er sich vom Schreinerberuf schlichtweg nicht mehr losreißen. Und es macht ihm bis heute „wirklich Spaß“. Wichtig ist Filipp dabei besonders, nicht den ganzen Tag im Büro zu sitzen, sondern möglichst viel praktisch zu arbeiten.

Die nächste Stufe der Karriereleiter hat er schon im Visier: Er will eine Fortbildung zum Meister zu machen, vielleicht sogar ein Studium in einem Fachgebiet. Sein Ziel: die richtige „Balance zwischen Geld und Spaß finden“. Die hat er als Schreiner für sich persönlich schon gefunden – und hofft auch weiterhin in diesem Berufsfeld und vor allem mit Holz zu arbeiten. Einen ersten Preis hat er immerhin schon eingeheimst.

Lukas Unger

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