Ordentlich zur Sache ging’s bei der Aufführung von „Ronja Räubertochter“ im Hallbergmooser Gemeindesaal – körperlich und verbal. Foto: Oestereich

Dreimal Ronja Räubertochter

Hallbergmoos - In einen Tummelplatz von Räubern hat sich der Gemeindesaal verwandelt: Zwei verfeindete Banden und Ronja, Räubertochter standen auf der Bühne. Inszeniert hatten das Ganze die Horte.

Mitten im dunklen Mattis-Wald, zwischen Räubern, Graugnomen und Wilddruden, wächst Ronja, die Tochter des Räuberhauptmanns Mattis, auf. Eines Tages trifft sie bei einem ihrer Streifzüge Birk, den Räubersohn, aus der verfeindeten Sippe der Borka. Und als die Eltern den beiden verbieten, Freunde zu sein, fliehen Ronja und Birk.

Das Stück vermittelt Werte wie Freundschaft und Verantwortungsbewusstsein. Denn die Bindung zwischen Ronja und Birk ist stärker als die Rivalität zwischen den verfeindeten Räuberbanden. Und weil Räuber nun mal keine allzu guten Manieren haben, ging’s teilweise recht deftig zu auf der Bühne: Kraftausdrücke über die „Hossenschisser-Borka-Bande“, „Kotz-Pestilenz“ und andere verbale Nettigkeiten wurden da ausgetauscht. Handfeste Auseinandersetzungen, etwa zwischen den Räuberanführern Borka und Mattis, Freudentänze und die Begegnung Ronjas mit den Rumpelwichten: Dialoge, Inszenierung, Kostüme und Bühnenbild fügten sich zu einem runden und bisweilen recht lustigen Ganzen.

Die beiden Regisseurinnen Julia Abstreiter und Christiana Dewalsky hatten die 21 Akteure bestens vorbereitet. Seit Oktober hatten die kleinen Räuber ihre Rollen einstudiert und dabei viel Text gelernt. Einige der Rollen wurden - weil so viele Hortkinder mitmachen wollten - auf mehrere Darsteller verteilt. So wurde beispielsweise die Hauptrolle der Ronja von drei Mädchen (Lisa Meixner, Maya-Tabea Reinert und Mara Kuschel) gespielt. Kostüme und Bühne entstanden natürlich auch in Eigenregie.

Der Aufwand hat sich gelohnt: In beiden Vorstellungen ernteten die Schauspieler viel Applaus. Außerdem gab’s ein Überraschungsgeschenk: Die Schauspieler und Helfer hinter den Kulissen dürfen demnächst noch einmal auf Ronjas Spuren wandeln: Die Reise geht nach Burghausen, wo’s in der längsten Ritterburg Europas eine Kinderführung auf die „Bande“ wartet. ev

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