Dritte Startbahn

Dritte Startbahn: Eilige Briefe aus Freising

Freising - In der heißen Phase vor der Startbahn-Entscheidung läuft noch ein – womöglich letzter – Versuch, Teile der CSU-Landtagsfraktion umzustimmen. Jeder der Abgeordneten hat einen Brief aus Freising bekommen.

Auch Landrat Josef Hauner glaubt und hofft, dass sich der Streit um die dritte Startbahn auf der Zielgeraden befindet. Und damit mit einem „Nein“ zur Runway im Moos auch die richtige Antwort gewinnt, haben er, der Freisinger Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher, CSU-MdL Florian Herrmann und der Vorsitzende der Schutzgemeinschaft Nord, Alt-Landrat und Ex-MdL Manfred Pointner, einen Brief an alle CSU-Landtagsabgeordneten verfasst, in dem sie die Argumente gegen den Bau einer dritten Startbahn am MUC darlegen. Das hat Hauner während des Jahresabschlussgesprächs bekannt gegeben.

Auch das Jahr 2015 sei durch die Diskussionen um die dritte Startbahn „an unserem Flughafen“, so Hauner, geprägt gewesen. Der Landrat würdigte das „große persönliche Engagement unseres Ministerpräsidenten“, der sich bei den Gesprächsrunden viel Zeit genommen habe. Höhepunkt sei freilich der Besuch von Horst Seehofer in Attaching und die „Mut machenden Aussagen“ des Landesvaters gewesen.

Hauner hoffe nur, dass es jetzt so schnell wie möglich eine Entscheidung gebe – allein schon um der Hauptbetroffenen willen, „die seit zehneinhalb Jahren nicht wissen, wie es mit ihnen weitergeht“. Zwar habe man nun einen Brief an die CSU-Landtagsabgeordneten verschickt, aber er nutze persönlich auch jede Gelegenheit – zuletzt beim Parteitag –, die Abgeordneten der CSU anzusprechen und zu informieren. Dennoch könne freilich „die CSU-Landtagsfraktion entscheiden, wie sie will“, so Hauner. Es werde eh keine Auswirkungen haben, denn so lange sich die Landeshauptstadt München an den Bürgerentscheid gegen die Startbahn gebunden fühle, werde die Runway nicht gebaut.

Er sei also durchaus gespannt, wie sich Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) da im jüngsten Gespräch mit Seehofer geäußert und positioniert habe, sagte der Landrat.

Andreas Beschorner

Rubriklistenbild: © dpa

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