Regierungserklärung

Dritte Startbahn: Seehofer sendet deutliches Signal in Richtung Ausbau

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Freising - Horst Seehofer hat in einer Regierungserklärung soeben bestätigt, dass er eine Debatte über den Weg zur dritten Startbahn führen will. Damit spricht er sich für die Flughafenerweiterung aus.

"Die Debatte über den Weg zur dritten Startbahn" will Ministerpräsident Horst Seehofer jetzt führen. Steigende Flugbewegungen und zuverlässige Prognosen hätten ihn zu dieser Entscheidung geführt. 

"Ich habe einen umfassenden Dialogprozess geführt", sagte Seehofer in seiner Regierungserklärung am Mittwochnachmittag. "Dieses Vorgehen wurde von allen begrüßt", erklärte er. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren habe man nun einen Anstieg der Flugbewegungen zu verzeichnen - "eine neue Situation". Damit sendet der Ministerpräsident ein deutliches Signal in Richtung Ausbau des Flughafen Münchens. 

Seehofer ist überzeugt: Trend geändert

Allerdings: "Ich bleibe bei meiner Überzeugung, dass diese Entscheidung zusammen mit Bürgern der Landeshauptstadt München getroffen werden muss." Aus diesem Grund strebt er ein Ratsbegehren in München an. Mit den Verantwortlichen der Landeshauptstadt will er eine Übereinkunft treffen.

Seehofer: "Das ist ein transparenter und sauberer Weg." Er ist der Überzeugung, dass sich der Trend jetzt verändert hat und man deshalb über diese Fragestellung entscheiden solle.

Reaktionen auf die Seehofers Pro-Startbahn-Kurs: So sieht man die Entscheidung vor Ort. 

Ein Blick auf den Verkehrsbericht

Der Verkehrsbericht des Flughafen Münchens zeigt: Bis Ende August 2016 konnte man bei den Flugbewegungen ein Plus von 2,9 Prozent erzielen. In absoluten Zahlen sind das aktuell 260.928 Bewegungen. Die Zahlen können noch in gewerbliche (254.627 Bewegungen/+3,1 Prozent) und nichtgewerbliche Bewegungen (6301/-2 Prozent) aufgeteilt werden. 

In Sachen Passagierzahlen sieht man auch einen geringen Anstieg. Mit 27.976.282 sind es 2,4 Prozent mehr als noch 2015. 

Vor einem Jahr: "Flugbewegungen reichen nicht"

Bei einer Ortsbesichtigung in Attaching sagte er im Oktober 2015: "Wir haben ja die Zahlen der Gegenwart, die nicht manipulierbar sind, und da liegen wir bei den Flugbewegungen deutlich unter dem, was wir schon mal hatten. Mit der Prognose (der FMG, Anm. d. Red.) ist es immer so eine Sache. Jedenfalls reicht mir das, was ich bisher habe, nicht aus. Es geht ja um einen großen Eingriff für die Menschen, die Natur, die Landschaft, und einen solchen großen Eingriff muss man schon sehr, sehr transparent und belastbar gegenüber der Öffentlichkeit darlegen."

Rubriklistenbild: © dpa

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