Katharina Schulze (Grüne): „Wir sind wirklich heiß und wollen das Ding gewinnen.“

Dritte Startbahn: „München wacht so langsam auf“

Freising - Ein Bürgerbegehren und dann ein Bürgerentscheid sollen aus München „eine Weltstadt mit Herz - ohne dritte Startbahn“ machen. Und die Grünen-Chefin der Stadt München, Katharina Schulze, ist guter Dinge, wie sie bei der Versammlung der Freisinger Grünen am Dienstag energisch betonte: „Wir sind wirklich heiß und wollen das Ding gewinnen.“

34 000 Unterschriften von Münchnern braucht man, damit das Bürgerbegehren erfolgreich ist, damit dann innerhalb von sechs Monaten ein Bürgerentscheid durchgeführt wird und - so die große Hoffnung - OB Christian Ude durch das Bürgervotum gebunden ist, in der FMG-Gesellschafterversammlung gegen den Bau der Startbahn zu stimmen. 34 000 Unterschriften - kein Pappenstiel, weiß Katharina Schulze. Damit es klappt, hat man jetzt ein Bündnis „München gegen die dritte Startbahn“ gegründet (www.keinestartbahn.de).

Die Angst, dass sich die Münchner für dieses Thema nicht interessieren, sei inzwischen unbegründet, schilderte Schulze. Man merke alllenthalben wachsenden Zuspruch: „München wacht so langsam auf.“ Jetzt lässt man nicht locker, um möglichst bald die notwendige Anzahl der Unterschriften zu sammeln: Am Samstag, 19. November, ist ein Aktionstag mit 50 Infoständen in allen Münchner Stadtbezirken geplant. Vom 23. November an wird man vier Wochen lang mit einer „Bude“ auf dem Winter-Tollwood vertreten sein, freute sich Schulze.

Eine Zahl, wie viele schon für das Bürgerbegehren unterschrieben haben, hatte Schulze nicht parat: „Ich zähle sie nicht stündlich.“ Aber: Es laufe sehr gut.

Auch die Freisinger Grünen setzen voll auf das Bürgerbegehren: „Das ist der geniale Hebel“, war sich Kreisvorsitzende Claudia Bosse sicher. Freisings „grüner“ OB-Kandidat Sebastian Habermeyer machte drastisch klar, was er von der Kritik an dem Bürgerbegehren hält, dass da Münchner über Freisinger Belange entscheiden würden: „So eine Argumentation ist hirnrissig und politischer Dünnschiss.“ Für Schulze ist es lediglich „doof“, dass nicht Freising und Erding votieren dürfen. Aber stimmberechtigter Gesellschafter der FMG sei eben die Stadt München.

Zwar bindet der Bürgerentscheid den Münchner OB nur für ein Jahr. Das Bürgervotum danach aber per Stadtratsbeschluss aufzuheben, sei „politischer Selbstmord“ (Bosse) und werde nicht passieren, war man sich einig. Ein anderes „starkes Zeichen“ will man mit der Massenpetition an den Landtag setzen. Das Ziel von Aufgemuckt-Sprecher Hartmut Binner: 100 000 Unterschriften.

Habermeyer hatte noch eine Warnung parat: Man dürfe sich nicht nur auf Attaching „kaprizieren“, würde doch sonst in München und Bayern der Eindruck entstehen, es gehe „nur um ein paar Hundert“. Es müsse deutlich werden, dass große Teile Freisings schwer belastet und „städteplanerisch kastriert“ würden, dass ein ganzer Landstrich von Lärm und Dreck betroffen wäre.

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