Aus Stadtratsfraktion

Austritt: Eberhard fühlt sich von den Grünen ausgebootet

Freising – Der Aderlass bei den Grünen in Freising geht weiter: Nach Land- und Stadträtin Birgit Mooser-Niefanger, die kurz vor Weihnachten ihren Parteiaustritt und Wechsel zur Freisinger Mitte erklärt hatte, ist es jetzt Rosemarie Eberhard, die der Freisinger Stadtratsfraktion der Grünen den Rücken kehrt.

Ein Grund für diesen Schritt: Eberhard fühlt sich ausgebootet. Denn der Wechsel Mooser-Niefangers zur FSM hat zur Folge, dass die Grünen in allen 13er-Ausschüssen einen Sitz abgeben müssen. Dabei hat die Fraktion beschlossen, dass Eberhard ihren Sitz im Finanz- und Verwaltungsausschuss aufgeben muss. Das hat Eberhard nun ganz offensichtlich so verärgert und gekränkt, dass sie der Fraktion den Rücken kehrt. 15 Jahre lang sei sie nämlich schon Stadträtin „mit viel Leidenschaft“, habe sich in all den Jahren viel Kompetenz angeeignet. „Und das soll ich jetzt einfach aufgeben?“ Nein, antwortet sich Eberhard selbst. Die Konsequenz: „Ich verlasse die Stadtratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen.“ Hinzukomme, so Eberhard, ein „schleichender Prozess“ bei der Partei. Der durch eine Votum für Ökologie, soziale Gerechtigkeit und Basisdemokratie „oft notwendige Widerstand gegen herrschende Politik“ sei in ihren Augen „immer weniger erkennbar“. Ihr Stadtratsmandat wird Eberhard aber weiter ausüben. Aber eben nicht mehr als „Grüne“. Die Stadtratsfraktion der Grünen ist damit nun auf sieben Mitglieder geschrumpft. 

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