Polizeieinsatz an Echinger Tankstelle

Ladendieb rastet aus - Verkäuferin flüchtet aufs Klo

Eching - Komplett ausgerastet ist am Samstag in Eching ein Ladendieb, als er beim Klauen in einer Tankstelle erwischt wurde: Er bedrohte sowohl eine Verkäuferin als auch die später eintreffende Polizei massiv – und könnte dafür mindestens ein Jahr ins Gefängnis wandern.

Der merklich angetrunkener 25-Jährige betrat am Freitag kurz vor Mitternacht die Tankstelle an der Unteren Hauptstraße. Nachdem er sich mehrere Waren im Wert von etwa 100 Euro in seine Jackentaschen gesteckte hatte, wurde er von der Verkäuferin (25) aufgefordert, ihr die Beute auszuhändigen. Der Dieb reagierte darauf äußerst aggressiv: Er ging forsch auf die Kassiererin zu „und nahm hierbei eine bedrohliche Haltung ein“, wie die Polizei berichtet. Aus Angst vor dem Wüterich sperrte sich die Kassiererin in der Personaltoilette ein und informierte die Polizei. 

Zeitgleich wurde ein 31-jähriger Taxifahrer aus München auf die bedrohliche Situation aufmerksam. Er forderte den Dieb auf, sich zu beruhigen und bis zum Eintreffen der Polizei vor der Tankstelle zu warten. Dieser Aufforderung entgegnete der Dieb mit wüsten Beschimpfungen. Dann versuchte er, den Taxler mit einem Faustschlag am Kopf zu treffen. Der konnte dem Hieb jedoch ausweichen – und konterte seinerseits mit einem Faustschlag. 

Nun traf die Polizei ein – aber auch die schaffte es nicht, den tobenden Dieb zu beruhigen. Der beleidigte die Polizeibeamten mit diversen Kraftausdrücken und erhob die geballte Faust, woraufhin er zu Boden gebracht und gefesselt wurde. Der 25-Jährige wehrte sich dabei nach Kräften und versuchte mehrmals, mit den Füßen nach den Polizeibeamten zu treten. Als der Täter schließlich überwältigt war, hatte er sich laut Polizei durch seine heftige Gegenwehr diverse Schürfverletzungen zugezogen, die im Krankenhaus ambulant versorgt werden mussten. 

Der Zwischenfall an der Tankstelle dürfte für den 25-Jährigen ein gravierendes Nachspiel haben: Da die bedrohliche Haltung, vor allem gegenüber der Verkäuferin, sowie der versuchte Faustschlag laut Polizei vor allem der „Beutesicherung“ dienten, wird jetzt neben Beleidigung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und versuchter Körperverletzung auch wegen räuberischem Diebstahl ermittelt. In diesem Fall droht eine Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr.

Helmut Hobmaier

Rubriklistenbild: © dpa

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