Blick auf den Gemeinschaftsgarten
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Ein Stückerl heile Welt: der Gemeinschaftsgarten neben der Kleingartenanlage.

Auch ein Hochbeet-Garten ist in Planung

Echinger Kleingartenanlage wird erweitert: 36 neue Parzellen entlang der Autobahn

  • Ulrike Wilms
    vonUlrike Wilms
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36 neue Parzellen für die Echinger Kleingärtner: Der Bauausschuss genehmigte jetzt die Erweiterung der Anlage - und das sind nicht die einzigen Pläne.

Eching - Seit Jahren ist beim 1976 gegründeten Echinger Kleingartenverein die Nachfrage nach einer Parzelle deutlich größer als die Anzahl der frei werdenden Kleingärten. Im Moment gibt es zirka 25 bis 30 Bewerber auf der Warteliste. Ursprünglich mit 25 Parzellen auf 1,45 Hektar im Jahr 1977 ins Leben gerufen, wuchs die zwischen Goethestraße und A 9 gelegene Schrebergartensiedlung 1984 um rund 2,2 h und wurde auf 58 Einheiten erweitert. Über all die Jahre wurde der Charakter der Gesamtanlage als öffentlich zugängliche, parkähnliche Grünfläche beibehalten. Dies gilt auch für den jetzt geplanten 3. Bauabschnitt, dessen Entwurf im BPU-Ausschuss einstimmig gebilligt wurde.

Dabei soll die Anlage entlang des Autobahnwalles um 36 neue Parzellen Richtung Norden erweitert werden, für die zusätzlich 14 Stellplätze einschließlich zwei Behindertenparkplätze vorgesehen sind. Die angrenzenden landwirtschaftlich genutzten Flurstücke befinden sich im Besitz der Gemeinde.

Planungsbüro, Vereinsvorstand und Vhs haben sich abgestimmt

Die Gesamtplanung, so heißt es aus der Bauverwaltung, wurde in enger Abstimmung zwischen Planungsbüro, Vorstand des Kleingartenvereins und den Akteuren des Urban-Gardening-Projekts der Vhs abgestimmt, die seit 2018 angrenzend an die Kleingartenanlage auf rund 800 Quadratmetern einen Gemeinschaftsgarten angelegt haben. Dieser soll bei der Erweiterung am Standort verbleiben, wobei die bisher kultivierte Fläche als ausreichend erachtet wird.

Damit wachsen Kleingartenanlage und Gemeinschaftsgarten zu einer größeren öffentlichen Grünanlage zusammen. Als optische Abgrenzung zwischen Kleingarten- und Gemeinschaftsgartenareal ist eine (Obst-)Wiese in der Diskussion. Abgerundet werden soll diese „qualitätsvolle Ortsrandbegrünung“ mit weiteren Angeboten „Gemeinschaftlichen Gärtnerns“.

Auch ein Imker könnte sich dort niederlassen

Gedacht ist dabei an einen Hochbeet-Garten, der von Garten-Neulingen, Familien mit wenig Zeit, älteren Bürgern oder auch mit weiteren Themengärten und Gartenprojekten für Kindergärten und Schulen genutzt werden könnte – jeweils für die Dauer eines Jahres.

Eine weitere öffentliche Streuobstwiese soll das Gebiet zur S-Bahnlinie begrenzen, die vielleicht auch für einen Imker zur Verfügung gestellt werden könnte. Mit der Umsetzung der vergrößerten Gemeinde- und Gemeinschaftsgrünanlage verspricht sich Eching einen Beitrag zum Artenschutz, ebenso wie zur Öffentlichkeitsarbeit im Bereich Biodiversität.

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