Aus dem Gemeinderat

A 92-Ausbau: Eching lässt Nachbarn „überprüfen“

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Der sechsspurige Ausbau der A 92 München-Deggendorf zwischen Feldmoching und dem Autobahnkreuz Neufahrn hat gravierende Auswirkungen auf Echinger Gemeindegebiet. Deshalb verwehren sich Kommune und Grundeigentümer im laufenden Planfeststellungsverfahren insbesondere gegen den großen Flächenverbrauch im Bereich der Anschlussstelle Unterschleißheim.

Eching - Nicht hinnehmen will das Echinger Rathaus vor allen Dingen, dass nur die Nachbarkommune von der Ausbaumaßnahme profitiert. Das wurde jetzt abermals im Gemeinderat unterstrichen.

Nachdem bis dato die Forderungen von Echinger Seite nach einem sparsameren Flächenverbrauch keinerlei Wirkung gezeigt haben, verfolgt die politische Gemeinde nun argumentativ eine andere Strategie. Sie fordert im Gegenzug für die riesigen Flächenabtretungen, dass auch die Echinger Bürger von der umfangreichen Verkehrsertüchtigung profitierten. Dazu wäre erforderlich, dass aus nördlicher Fahrtrichtung auf der B 13 eine zusätzliche Einfädelspur in die A 92 Richtung Westen hinzukommt, was besonders für die nördlichen Gemeindeteile eine Optimierung bedeuten würde.

Einen deutlichen Schritt weiter geht die CSU mit ihrem Antrag, dass von Unterschleißheim aus eigenen Mitteln, analog zur Ausfahrt Eching-Ost, ein zusätzlicher Zubringer zwischen den beiden Ausfahrten Ober- und Unterschleißheim erstellt werden müsste. In der jüngsten Ratssitzung sagte Fraktionssprecher Georg Bartl: „Unterschleißheim entwickelt sich zu Lasten Echings.“ Was für Eching damals verpflichtend gewesen sei, müsse nun auch für Unterschleißheim gelten, so Bartl.

Zwar meldete Bürgermeister Sebastian Thaler erhebliche Zweifel an der Zulässigkeit einer derartigen Forderung beim Ausbau einer Bundesautobahn an. Eine Mehrheit von 16:6-Stimmen im Echinger Ratsgremium sprach sich im Anschluss dafür aus, genau dies juristisch prüfen zu lassen – nämlich ob überhaupt und wie eine Anrainer-Kommune bei einer von staatlicher Seite durchgeführten Straßenbaumaßnahme eine finanzielle Verpflichtung übernehmen muss.

Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die geplanten Lärmschutzmaßnahmen. Zwar soll ein lärmmindernder Belag verbaut werden, der laut Autobahndirektion dauerhaft eine erhebliche Reduktion der Lärmemissionen um 5 dB (A) sicher stellt. Allerdings endet dieser nördlich von Eching auf freier Strecke, vor der Überführung der Kreisstraße nach Günzenhausen. Hier fordert die Gemeinde eine Verlängerung des „Flüsterasphalts“ bis zum Ende der Ausbaustrecke.

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