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Es bleibt beim Status quo auf der Hollerner Straße, auf der sich Radler, Fußgänger und Autofahrer arrangieren müssen.

Hollerner Straße bleibt, wie sie ist

Anlieger wollen keine Fahrradstraße

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Vorreiter beziehungsweise Vorradler in punkto Fahrradfreundlichkeit sind in Eching die Grünen. Die erste Echinger Fahrradstraße, zu der die Hollerner Straße werden sollte, ist inzwischen jedoch kein Thema mehr.

Eching – „Eching braucht eine mutige Mobilitätspolitik, die nicht nur mehr Straßen und Parkplätze als Lösungswege sieht, sondern massiv den Fuß- und Radverkehr fördert“, sagt Grünen-Gemeinderat Leon Eckert. Auf dessen Initiative hatte sich der Gemeinderat bereits Anfang 2016 dafür ausgesprochen, eine Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen anzustreben. Doch viel passiert ist nach diesem Bekenntnis noch nicht, so der Eindruck – nicht nur bei den Grünen.

Konkret und kontrovers diskutiert wurde allerdings im Gemeinderat, die Hollerner Straße zur ersten Fahrradstraße der Gemeinde zu deklarieren (wir berichteten). Dieser Vorschlag stammt aus einem Gutachten des Büros „Stadt-Land-Verkehr“. In diesem wird die Zufahrtsstraße in den Ortsteil Hollern, die für den Durchgangsverkehr gesperrt und nur dem landwirtschaftlichen und Anliegerverkehr offen steht, als sehr gut geeignet für eine solche Straße befunden. Für eine gewidmete Fahrradstraße gilt ein Tempolimit von 30 Stundenkilometern. Die wesentliche Änderung am Status quo der Hollerner Straße wäre allerdings eine Bevorrechtigung der Radler, die nebeneinander fahren dürfen.

Ende 2016 wurde im Rat beschlossen, eine Anwohnerbefragung der Hollerner Bürger zu diesem Thema durchzuführen und dann abschließend zu beraten. In der August-Sitzung des Planungsausschusses, zu der zahlreiche Besucher aus Hollern gekommen waren, stellte Bürgermeister Sebastian Thaler die Ergebnisse dieser Erhebung vor: Lediglich knapp die Hälfte der insgesamt 45 angeschriebenen Haushalte im Gemeindeteil Hollern hatte auf die Umfrage reagiert, 20 lehnten die Umwidmung zur Fahrradstraße ab, zwei waren dafür. Nach eingehender Diskussion folgte eine Mehrheit von CSU, FW und Bürgermeister Sebastian Thaler (parteilos) mit 8:5 dem Anliegerwillen und lehnte auch einen zweijährigen Probebetrieb, wie er von Eckert als Kompromiss vorgeschlagen und von Grünen, BfE und SPD unterstützt wurde, ab.

Heike Krauß (CSU): „Es ist doch fragwürdig, erst zu fragen, und dann zu sagen, die Abstimmung interessiert uns nicht“. Auch Simon Schindlmayr (CSU) befand, dass „die Problematik auf der Straße für Radler gering ist, aber der Wille der Anwohner ziemlich deutlich“. Und Oliver Schlenker (FW) sieht in der gegenwärtigen Verkehrssituation „kein Gefahrenpotenzial“. Demgegenüber monierte Gertrud Wucherpfennig (SPD), dass die Radfahrer in dieser Diskussion überhaupt nicht befragt worden seien. Sybille Schmidtchen wies darauf hin, dass ein Tempo 30 auch auf den innerörtlichen Straße in Eching gelte – und von einer Benachteiligung des Gemeindeteils Hollern nicht die Rede sein kann.

Durch die Ablehnung der Fahrradstraße sieht Eckert das „Grundsatzziel der Gemeinde Eching“ für das Qualitätssiegel „fahrradfreundliche Kommune“ in Gefahr. Im Gegensatz dazu beurteilte Echings Bürgermeister den gescheiterten Versuch weit weniger dramatisch. Es werde „noch genügend Maßnahmen im Ortskern geben, die uns fahrradfreundlich machen“ zeigte er sich zuversichtlich.

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