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In die Unterkunft „Am Söldnermoos“ in Hallbergmoos sind 63 Männer eingezogen.

Umzug hat "gut geklappt"

Asylbewerber: 63 Männer ziehen von Eching nach Hallbergmoos

Hallbergmoos - 63 Asylbewerber sind von der Turnhalle der Imma-Mack-Realschule in Eching in die Unterkunft "Am Söldnermoos" in Hallbergmoos umzogen. Bis 30. April soll die Echinger Sporthalle geräumt werden, berichtete der Hallbergmooser Bürgermeister Harald Reents.

Von Eching nach Hallbergmoos sind kürzlich 63 Asylbewerber umgezogen. Wie Bürgermeister Harald Reents im Gemeinderat mitteilte, wurden die Flüchtlinge in die Unterkunft „Am Söldnermoos“ eingewiesen. Es handelt sich ausschließlich um Männer unterschiedlicher Nationalitäten, überwiegend im Alter von 20 bis 30 Jahren. Sie waren bis dato in der Turnhalle der Imma-Mack-Realschule in Eching untergebracht. Die Sporthalle soll, wie Reents sagte, bis 30. April geräumt werden und wieder für den Unterricht zur Verfügung stehen.

Martina Wilkowski, Gemeinderätin und Leiterin des Hallbergmooser Helferkreises, berichtete den Ratskollegen, dass die Einweisung der neuen Bewohner „gut geklappt" hat. Die Flüchtlinge seien in Zwei-Bett-Zimmern untergebracht. In jeder der drei Etage stehe eine Küche zur Verfügung. Mit Rücksicht auf die Nachbarn sagte Wilkowski, dass man die neuen Bewohner ausdrücklich auf die Nachtruhe ab 22 Uhr hingewiesen habe. „Die wissen, um was es geht.“

Bei einer Informationsveranstaltung Anfang März waren Klagen von Anwohnern über massive Ruhestörungen laut geworden: Bis Oktober 2015 hatten in der Unterkunft im Gewerbegebiet unbegleitete minderjährige Flüchtlinge gewohnt. Landratsamt und Gemeinde gehen davon aus, dass sich mit dem Einzug von Erwachsenen die Situation grundlegend ändert. „Ich bin zuversichtlich, dass es klappt,“ betonte Wilkowski.

Der Echinger Helferkreis, darunter auch ein Mediziner, unterstützt die etwa 40 Hallbergmooser Ehrenamtlichen in der Anfangsphase. Reents kündigte an, dass er sich bei den zuständigen Behörden dafür einsetzen werde, dass die restlichen freien Plätze mit Familien, Frauen und Kindern belegt werden. Den Wunsch nach einer „gemischt-geschlechtlichen Belegung“ hatte auch die Flüchtlingskoordinatorin im Landratsamt, Irmgard Eichelmann, bei der Informationsveranstaltung geäußert. Allerdings, so ihre Einschränkung damals, habe man auf Zuweisungen durch die Regierung von Oberbayern keinen Einfluss.

Eva Oestereich

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