Zugunglück im Hauptbahnhof von Salzburg - viele Verletzte

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Deftiges Mahl garniert mit deftigen Worten war früher einmal: Bekim Rizahu bringten den köstliche Lammbraten, bevor die kritischen Themen moderat und gutgelaunt serviert werden – (v. l.) Hubert Wittmann (Gemeindeverwaltung), Bürgermeister Sebastian Thaler und Josef Schredl, Vorsitzender der Ortsgemeinde der Landwirte.

Lammessen

Ausbau der A92: Bürgermeister rät Landwirte zum Einspruch

Erst kommt die Stärkung auf den Tisch, dann ein deftiges Streitgespräch mit dem Bürgermeister. So war es viele Jahre Brauch beim traditionellen Hammelessen. Doch das hat sich geändert.

Eching – Einmal im Jahr lädt der Ortssprecher die Echinger Landwirte einschließlich der Ortsbäuerinnen und die Rathausspitze ein. Früher ging es dabei hoch her. Doch in jüngerer Zeit lässt sich eine atmosphärische Veränderung spüren. Dazu passt, dass das Hammelessen inzwischen Lammessen heißt.

Die Umbenennung der Veranstaltung geht auf den Ortsvorsteher Josef Schredl zurück, seit 2012 im Amt und eher ein Mann moderater Töne. Hinzu kommt noch, dass bereits im vergangenen Jahr der junge, zugereiste Bürgermeister Sebastian Thaler offensichtlich einen guten Draht zu den Alteingesessenen herstellen konnte. Heuer jedenfalls verdiente die vormals so konfliktreiche Veranstaltung die Bezeichnung harmonisch, auch wenn Thaler nach dem Genuss des köstlichen Essens aus der Küche des Café Central eine Reihe von Problemen und Kritikpunkten serviert bekam, zu denen er Rede und Antwort stehen musste.

Seine thematisch abzuarbeitende „To-do-Liste“ umfasste vorrangig die geplante Erweiterung von Ikea, die anstehenden Gleisbauarbeiten an der Bahntrasse im Sommer und der baldige Ausbau der A 92. Alles stand unter dem Aspekt, welche Auswirkungen diese Maßnahmen auf Feld und Flur und auf die entsprechenden Zuwegungen zu den landwirtschaftlichen Flächen haben. Vor allen Dingen der Aus- und Umbau des Autobahnanschlusses in Unterschleißheim, bereits 2017 Thema beim Lammessen, wird dabei vollständig zulasten der Echinger Landwirte umgesetzt, wobei der Vorteil der neuen Ausfahrt ausschließlich der Stadt Unterschleißheim zugute kommt.

So werde die Gemeinde Eching im Verfahren ihre Vorbehalte einbringen, versicherte Thaler. Den betroffenen Landwirten hatten nach neuesten Plänen zum Verlauf der Autobahntrasse größere Beschneidungen ihres Grund und Bodens zu erwarten, als ursprünglich angenommen. Ihnen empfahl Thaler, noch bis Ostern Einsprüche im Genehmigungsverfahren vorzutragen.

Auch innerorts steht es mit mancher Fahrbahn nicht zum Besten, wie Josef Schredl vorbrachte. Er beklagte sich über den miserablen Zustand der Garchinger Straße, der vom LKW-Verkehr zum Kieswerk verursacht werde. Für eine Sanierung dieser Ortsstraße, erläuterte Thaler, könne man das Werk nicht zur Kasse bieten. Die Ausbesserungen obliegen der Gemeinde.

Bezüglich der Erneuerung der Bahngleise und der Streckenstilllegung erwartete der Rathauschef keine Auswirkungen beziehungsweise Einschränkungen auf die angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen und Feldwege. Wenig Erfolgsaussichten sah der Bürgermeister für den Vorschlag von Georg Riemensperger, die Bahn beim Unterhalt der Feldwege, ebenso wie die Grundeigentümer in die Pflicht zu nehmen. „Die Bahn sitzt am sehr langen Stellwerk-Hebel“, sagte Thaler und fügte hinzu: „Schickt ihr halt eine Rechnung.“

Ulrike Wilms

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