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Erst die Theorie, dann die Praxis: der beschlossene Vorentwurf mit dem länglichen Brunnen/Wasserbecken im östlichen Bereich des sanierten Rathauses .

Außenanlagen des Echinger Rathauses

Bei Variante zwei war sich das Gremium einig

Eching - Das Rathaus nimmt langsam Gestalt an. Nachdem die Außenfassade in der jüngsten Gemeinderatssitzung bis auf die Farbelemente festgelegt wurde, kamen nun im Bauausschuss die Außenanlagen des sanierten Rathauses an die Reihe.

Schwerpunkt war die Gestaltung des Bereichs zwischen der östlichen Rathausseite und der alten Kirche St. Andreas, wo sich heute der Flachbrunnen befindet. Dazu stellte Prof. Hermann Brenner aus Landshut zwei Vorentwürfe vor.

Bei Variante eins bleibt dieser nahezu ebenerdige Brunnen mit kleiner Fontäne erhalten. Allerdings rückt durch die Erweiterung des Rathauses in Richtung Kirche dieses sehr nah an den existierenden Brunnen heran. Damit ergibt sich ein doch uneinheitliches Gesamtbild des Areals. Das sah der Ausschuss auch so und votierte einstimmig für Variante zwei, die ein 2,20 Meter breites, in Beton gefasstes Wasserbecken im Abstand von sechs Metern zum Rathaus über die gesamte Hausbreite vorsieht. Dieser Zwischenraum wird als behindertengerechte, ca. 14 Meter langer Rampe bis zum Osteingang, worüber das Foyer erreichbar ist, ausgeführt. Damit ist ein direkter Zugang vom Bürgersteig an der Unteren Hauptstraße für Rollstuhlfahrer zum östlichen Eingang möglich. Ebenso wird der Nordeingang, vom Bürgerplatz mit einer elf Meter langen Rampe erreichbar, gestaltet. Von Süden wird das Verwaltungszentrum über eine kurze Treppe betreten. Der neue gläserne Sitzungssaal soll mit einem Außenbeet und Pflanzen als Sichtschutz etwas verdeckt werden.

Nachdem in den letzten Monaten immer wieder Kampfabstimmungen zu Entscheidungen im Zusammenhang mit der Rathaussanierung stattfanden, herrschte diesmal Einigkeit. Lob kam von allen Seiten: Anette Martin (SPD) befand den gradlinigen Verlauf der Außenanlage „passend zur klaren Struktur“ des neuen Gebäudes. Dem schloss sich Sylvia Jung (BfE) grundsätzlich an, fand aber, dass durch die jetzige Geometrie Leben fehle – wie Pflanzen am oder im neuen Brunnen. Georg Bartl (CSU): „Eine derartige Entwicklung können wir uns vorstellen.“ Allerdings monierte er die große Rampe auf dem Bürgerplatz, die diesen für Aussteller seiner Meinung nach zu stark einschränke. Leon Eckert (Grüne) würde die Zahl der Parkplätze auf zwei begrenzen, zeigte sich aber mit den geplanten Parkplätzen für Fahrräder zufrieden. Christoph Gürtner (Freie Wähler) fasste das Ganze so zusammen: „Es geht weiter.“ Auch wenn er dem alten Brunnen nachweine.

Unterschiedliche Meinungen gab es zur Anzahl der Parkplätze direkt vor dem Rathaus, die als Längsparker angelegt werden sollen. SPD, Grüne und Bürger für Eching vertraten die Meinung, so wenig Parkplätze wie nötig anzulegen. Letztendlich wurden fünf allgemeine und zwei für Behinderte beschlossen.

Ein Thema am Rande war der Maibaum. Der Landschaftsarchitekt schlug einen anderen Platz auf dem Bürgerplatz vor, östlich des ASZ. Aber die Räte votierten dafür, den Maibaum erst mal dort zu lassen, wo er heute steht.

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