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Wo der Jockel in Eching seine Spuren hinterlassen hat

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Von: Ulrike Wilms

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Start der Rundtour
Treffpunkt Bürgerplatz: Hier, bei einer von den Einrichtungen der Gemeinde, die auf das Wirken von Bürgermeister Enßlin zurückgehen, startete die Tour. Der ehemalige stellvertretende ASZ-Geschäftsführer Klaus-Dieter Walter (l.) berichtete von den Anfängen der Echinger Altenfürsorge bis zur Aufwertung ins „Mehrgenerationenhaus“. © Wilms

Echings verstorbenem Altbürgermeister Joachim Enßlin hat die SPD jetzt einen besonderen Rundgang gewidmet. Das Freizeitgelände trägt inzwischen seinen Namen.

Eching – Im Juli 1972 wurde im Alter von 29 Jahren Joachim Enßlin, ein junger Jurist und Sozialdemokrat, in Eching zum Bürgermeister gewählt. Der SPD-Bürgermeister hat in seiner 20-jährigen Amtszeit die damals noch dörflich-bäuerliche Ortschaft nachhaltig geprägt – bereits zu einer Zeit, als der Begriff der Nachhaltigkeit noch keineswegs zum allgemeinen Wortschatz gehörte.

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Dieses für die Gemeinde historische Datum haben Echings Genossen zum Anlass genommen, sich ein halbes Jahrhundert später auf eine zweistündige Rundtour zu begeben. Dabei wurde im heutigen Eching aufgezeigt, wie und wo Enßlin, der im April im Alter von 78 Jahren an einem Krebsleiden gestorben ist, das Profil der Wachstumsgemeinde gestaltet hat.

Rund 40 Interessenten fanden sich am Treffpunkt Bürgerplatz ein, um sich gemeinsam „auf die Spuren des roten oder auch grünen Jockels“ zu begeben, wie Enßlin alternativ von Freunden und Weggefährten ebenso wie vom politischen Mitbewerb aufgrund seines sozialen wie umweltpolitischen Engagements genannt wurde. Besonders augenscheinlich lässt sich Enßlins politische Handschrift an und um den Bürgerplatz herum feststellen – beim Blick auf das Bürgerhaus, die Vhs und das ASZ, allesamt Einrichtungen eines modernen Gemeinwesens und einer Infrastruktur, die sich positiv auf die Lebensqualität auswirken.

Wo jetzt der Echinger See und die Tennisanlage sind, befand sich zuvor eine Müllkippe

Gleiches lässt sich auch von den weiteren Stationen des Streifzugs sagen, die zur kommunalen Musikschule, der Blauen Brücke im Freizeitgelände am Echinger See und abschließend zum Biergarten an der Neuen Tennishalle führte. Auch hier stellte Enßlin die Weichen zur Verwirklichung. Wo jetzt der Echinger See und die Tennisanlage sind, befand sich zuvor eine Müllkippe.

Ein Wiedersehen gab es an diesem Tag mit Wolfgang Buttmann, Echings erstem Bürgerhausleiter, Max Egerdoerfer und Else Diesing, beide Ratsvertreter in der Ägide Enßlin und mit Ruheständler Klaus-Dieter Walter, bis März stellvertretender ASZ-Geschäftsführer. Auch Sabine Palitzsch, Werner Schefold und Carsten Seiffert als sozialdemokratische Weggefährten, Marita Bernt (Ex-Musikschulleiterin) und Wilfried Matschke als Repräsentant der Tennisabteilung ließen die Vergangenheit lebendig werden. Beim Blick auf Enßlins Eching entstand das Bild eines Machers mit Weitblick, der es auch verstand, sich für die Ideen anderer zu begeistern und Projekte mit der ihm eigenen Durchsetzungskraft zu verwirklichen.

Gemeinsam mit der Familie wurde zum Schluss auf Enßlin angestoßen

Alle Teilnehmer stießen auf Einladung der Familie Enßlin – teilgenommen hatten Ehefrau Gudrun, Tochter Corinna sowie beide Enkel – auf Joachim Enßlin an, zu dessen Ehre jüngst das Freizeitgelände den Namen „Dr-Enßlin-Park“ erhalten hat.

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