Leon Eckert (25) aus Eching will für die Kreis-Grünen in den Bundestag.
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Von Eching nach Berlin: 3. Bürgermeister Leon Eckert will für die Kreis-Grünen in den Bundestag.

Er soll als Spitzenkandidat antreten

„Bereit für den Wechsel“: Leon Eckert aus Eching will für Kreis-Grüne in den Bundestag

  • Ulrike Wilms
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Er ist der erste, der Farbe bekennt: Leon Eckert aus Eching will für die Kreis-Grünen in den Bundestag.

Eching – Der 25-jährige Leon Eckert, Echinger Gemeinderat und seit der Kommunalwahl im März auch Kreisrat und 3. Bürgermeister in seiner Heimatgemeinde, ist der erste, der im anstehenden Bundestagswahlkampf Farbe bekennt. Als „Junggrüner“ und Mitglied der Grünen Jugend bewirbt er sich für das Direktmandat im Wahlkreis Freising-Pfaffenhofen.

Eckert wird als gesetzter Spitzenkandidat gehandelt

In einer Pressekonferenz im Echinger ASZ-Mehrgenerationenhaus am Donnerstagvormittag, die man auch via Livestream verfolgen konnte, machte sein Parteifreund Maximilian Breu, Kreisvorsitzender der Grünen Jugend Freising, explizit darauf aufmerksam, dass „noch weitere Kandidaten kommen“ können. Allerdings wird Eckert als gesetzter Spitzenkandidat auf der Liste der Grünen Jugend Bayerns gehandelt, die ihre Nominierungsveranstaltung im September angesetzt hat.

Aufgrund der breit gefächerten Unterstützung, Eckert persönlich sprach von „vielfachem Rückenwind“ bei den zahlreichen Gesprächen in den einzelnen Ortsverbänden, rechnet sich der Nachwuchspolitiker gute Chancen aus, in der anstehenden Aufstellungsversammlung des Wahlkreises 214 im Oktober oder November das Direktmandat zu erhalten. Wie bei seiner persönlichen Vorstellung deutlich wurde, ist der 1995 in München geborene Bewerber hinsichtlich seines politischen Engagements keinesfalls mehr „grün hinter den Ohren“, sondern ebenso engagiert wie erfahren: Seit knapp zehn Jahren gehört er der Partei Bündnis 90/Die Grünen sowie der Grünen Jugend an. 2013 zählte Eckert zu den Mitbegründern des Grünen-Ortsverbands in Eching. Im Alter von 19 Jahren zog er nach der Kommunalwahl im Jahr 2014, damals noch als Schüler, zusammen mit Kollegin Siglinde Lebich als erste Vertretung der Grünen in den Echinger Gemeinderat ein.

Für Klimagerechtigkeit müssen wir unsere Mobilität neu denken.

Leon Eckert

Eckert ist unstrittig ein engagierter Motor und Fürsprecher für alle Verbesserungen und Förderungen rund um den Radverkehr und den Öffentlichen Personennahverkehr, hat sich intensiv für die Aufnahme der Gemeinde in die „Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen“ (AGFK) eingesetzt. 2018 wurde er zum ehrenamtlichen Fahrradbeauftragten gewählt. Zudem war er von 2015 bis 2017 Mitglied im Landesvorstand der Grünen Jugend Bayern.

Klima, Corona, Soziales: Eckert will Krisen der Gegenwart anpacken

Leon Eckert studierte Betriebswirtschaftslehre sowie Geschichte und Politikwissenschaft mit Bachelorabschluss und begann 2019 ein aufbauendes Masterstudium in Management und Technologie an der TU München. Seit vergangenem Jahr arbeitet er als Kommunalreferent für GRIBS (Zusammenschluss von Grünen und alternativen MandatsträgerInnen) und die Grünen in Bayern. Bei den großen Strukturunterschieden in seinem teils städtisch, teils ländlich geprägten Stimmkreisbezirk stehe für ihn die Frage im Mittelpunkt, wie es gelingen könne, für alle Menschen gleichwertige Verhältnisse zu schaffen. Zentrale Wahlkampfinhalte seien die Themen Infrastruktur und öffentliche Daseinsvorsorge. Sein Credo fasst er dabei folgendermaßen zusammen: „Für Klimagerechtigkeit müssen wir unsere Mobilität neu denken und Strukturen schaffen, die allen Menschen ermöglicht, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.“

Seinen frühen Einstieg in einen aktiven Wahlkampf hat Eckert unter das Motto „Bereit machen für den Wechsel“ gestellt. Im Fokus stehen für ihn dabei mit Klima, Corona sowie Soziales die Krisen der Gegenwart. Dazu will Eckert als Bausteine seines Wahlkampfs vorhandene Netzwerke mit Nichtregierungsorganisationen, wie etwa dem ADFC oder dem Bund Naturschutz, stärken, neue innovative Formate ausprobieren und eine inhaltliche Themendebatte „nahe an den Menschen“ führen.

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