der Bebauungsplan „Dietersheim Anger“.
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Ausschuss-Thema: der Bebauungsplan „Dietersheim Anger“.

Debatte über Neubaugebiet am Anger wird im Oktober fortgesetzt

Dietersheimer Dachformen erhitzen die Gemüter im Bauausschuss Eching

Die Frage, ob man im Dietersheimer Neubaugebiet am Anger auf Pultdächer besteht oder auch Satteldächer zulässt, ist nach der Debatte im Bauausschuss offen.

Eching/Dietersheim - Eigentlich hätten es im Falle der 25 Doppelhaushälften und der drei bis fünf Wohnblöcke, die am Dietersheimer Anger entstehen, Pultdächer werden sollen. Darin war man sich bis dato einig. Als Grund galt, dass durch den Ausbau der Dachgeschoße mehr Wohnraum entsteht. Jetzt, da man auch eine andere Ausrichtung der Häuser in Betracht zieht, kam von Seiten der Bauwerber vermehrt der Wunsch nach Satteldächern auf – weil diese sich besser für Fotovoltaik eignen.

„Mir stoßen die Pultdächer auf, die Bauwerber wollen das nicht haben“, monierte Otmar Dallinger (FW). Georg Bartl (CSU) pflichtete ihm prompt bei. „Die Grundstückseigner wollen, dass da Satteldächer draufkommen“, insistierte Bartl. Unterstützung erhielten sie von Angelika Pflügler (Grüne). Die stellte fest: „Das Wichtigste bei der Dachform ist doch die energetische Nutzung.“ Bauamtsleiter Thomas Bimesmeier beruhigte die Gemüter, indem er darauf hinwies, dass man „hier noch total flexibel“ sei. Es reiche, im Bebauungsplan Dachneigung und -höhe festzulegen. Carsten Seiffert (SPD) vertrat die Ansicht, man sollte den Bauwerbern „nichts drüberzwingen“. Bernhard Wallner (CSU) sprach sich für eine einheitliche Lösung aus: „Nicht einer so und einer so – alle Dächer sollten gleich sein“. Dem hielt Pflügler entgegen, dass man sich durchaus unterschiedliche Dachformen vorstellen könne und sollte.

Thaler: „Vertagen, gar nichts beschließen und um Geduld bitten.“

Eine Sachlage, die Bimesmeier zu einem Vorschlag zur Güte veranlasste: „Wir machen Vorschläge und reden mit den Eigentümern. Wir entscheiden heute nicht und berichten im Oktober.“ Lediglich beim Geschosswohnungsbau sollte man bei Satteldächern bleiben. Eine Möglichkeit, die auch Rathauschef Sebastian Thaler in Betracht zog. Er schloss die Dachform-Debatte mit den Worten: „Vertagen, gar nichts beschließen und noch etwas um Geduld bitten.“

Damit bleibt wohl auch noch Zeit, auf weitere Einwände der Bauwerber einzugehen. Die hatten nämlich Kritik an den Stichstraßen geübt, die sie für zu breit erachteten. Außerdem gab es Zweifel, ob es an der Neufahrner Straße einen zweiten Gehweg braucht. Ersteres stieß im Ausschuss auf Kompromissbereitschaft, zweiteres eher nicht. Wie der Bebauungsplan „Dietersheim Anger“ am Ende aussieht bleibt noch abzuwarten.

af

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