die Echinger BRKler und ihr neuer Wagen
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Gruppenfoto mit allen Beteiligten: Die Echinger BRKler freuen sich über ihr erstes „Helfer-vor-Ort“-Fahrzeug. Läuft das Pilotprojekt wie geplant, soll ein zweiter Pkw angeschafft werden.

HvO-Projekt soll noch im Herbst beginnen

Neues Fahrzeug für das Echinger BRK: Dank „Ossi“ sind die Helfer schnell vor Ort

  • Ulrike Wilms
    VonUlrike Wilms
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Zu den „Helfern vor Ort“ zählt demnächst auch das Echinger BRK. Jetzt wurde das dazu passende Fahrzeug eingeweiht - das bereits einen interessanten Namen trägt.

Eching - Segensreich, sinnvoll und lebensrettend sind die Helfer-vor-Ort-Projekte (HvO) des Roten Kreuzes und die First-Responder-Dienste der Freiwilligen Feuerwehren, mit denen in Eching ab Oktober innerhalb der Blaulichtfamilie eine wichtige Lücke in der Notfallversorgung geschlossen werden kann. Den Worten von Kreisbereitschaftsführer Stefan Wythe stelle dies einen kleinen, aber wichtigen Mosaikstein im Rettungswesen und zugleich den gelebten Rotkreuz-Gedanken dar. Inzwischen liegt auch die Bewilligung des Rettungszweckverbands vor. Innerhalb des Kreisverbands Freising ist der HvO bereits in den BRK-Gruppen in Moosburg und Au etabliert.

Pfarrer erteilen dem Fahrzeug den Segen

Bei einem von Sekt, Kaffee und Kuchen umrahmten Festakt an der Echinger Rotkreuz-Station in der Waagstraße in Anwesenheit aller drei Bürgermeister, von BRK-Kreisgeschäftsführer Albert Söhl, Wythe und als „Nachbar“ auch Stefan Maidl, Kommandant der FFW Eching, wurde das erste „Helfer-vor-Ort“-Fahrzeug der BRK-Bereitschaft eingeweiht. Die beiden Ortsgeistlichen, der katholische Pfarrer Martin Guggenbiller und sein evangelischer Amtsbruder Markus Krusche, erteilten dem gebrauchten, sehr gut erhaltenen Wagen mit dem Kennzeichen FS-RK 79 den kirchlichen Segen. Sie erbaten aber vor allem Gottes Segen für die Helfer und die zu rettenden Menschen.

Der Pkw wurde mit dem notwendigen Equipment ausgestattet – wie Funk und einer Sondersignalanlage, oder einem Blaulicht auf dem Dach – und ist auch optisch erkennbar dem BRK-Fuhrpark- zugehörig. „Sehr schön, wie ein Neufahrzeug“ schaue er aus, sagte Albert Söhl. Sogar einen Spitznamen hat die Nr. 41/79/2 von den BRKlern bereits erhalten: Nachdem der Vorbesitzer aus Baden-Württemberg ein Herr Oswald war, wurde das Auto kurzerhand in „Ossi“ umbenannt. Für die neue Facette im Spektrum des Rettungsdienstes wurde ein eigenes, gesticktes Abzeichen für das HvO-Projekt kreiert und auch den Ehrengästen in gerahmter Form zur Erinnerung überreicht.

Souvenir für die Ehrengäste: BRK-Bereitschaftsführer Matthias Beth (l.) und Rathauschef Sebastian Thaler mit dem gesticktes Abzeichen für das HvO-Projekt.

Der Dank von Echings BRK-Bereitschaftsführer Matthias Beth galt der Gemeinde, die Ende 2020 der Einführung des „Helfer vor Ort“-Pilotprojektes einstimmig grünes Licht erteilte und dafür auch finanzielle Unterstützung gewährte. Diese nimmt sich aber Dank großen ehrenamtlichen Engagements eher bescheiden aus: 15 000 Euro für die Fahrzeugerstbeschaffung und 2000 Euro für den jährlichem Unterhalt. Bereits zuvor, im Frühjahr, war der Antrag der FFW Dietersheim auf den First Responder ebenfalls positiv beschieden worden.

Ohne Rettungskräfte geht nichts

Den ganz besonderen Dank von Beth ebenso wie von Bürgermeister Sebastian Thaler aber hatten sich die Rettungskräfte verdient, die die Notfallversorgung als „Helfer vor Ort“ stemmen. „Ihr seid das Wichtigste“, betonte Beth, und Stefan Wythe führte vor Augen, dass die Gesellschaft vor Riesenproblemen stünde, wenn es keine Leute gäbe, die in ihrer Freizeit diese unbezahlten und unbezahlbaren Dienste leisten. Im Moment sind es gut 15 Freiwillige, die über die erforderliche Aus- und Fortbildung verfügen.

Nach erfolgreichem Abschluss der Pilotphase, die wohl im Herbst beginnen kann, soll ein zweiter Pkw angeschafft werden. Damit wird ein bestmögliches Funktionieren des avisierten Zwei-Helfer-Systems angestrebt, weil beide Helfer, die in Bereitschaft sind, unabhängig voneinander auf direktem Weg zum Einsatzort fahren können. Weitere ehrenamtliche BRK-Helfer sind jederzeit willkommen. „Da sind wir immer auf der Suche“, sagte Zugführer und BRK-Ortsgruppenleiter Marcel Huber.

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