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Auf dem Flachdach (links) als Fassaden-Abschluss zur Danziger Straße soll der Glockenturm für die Magdalenenkirche entstehen.

Gut 20 Jahre nach ihrer Erbauung

Endlich realisierbar: Die Echinger Magdalenenkirche bekommt jetzt einen Turm

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Gut 20 Jahre nach ihrer Erbauung bekommt die evangelische Magdalenenkirche nun einen Kirchturm. Dieser war von Anfang an bei dem 1999 eingeweihten Sakralbauwerk eingeplant – aber finanziell nicht eher realisierbar. 

Eching – Gut 20 Jahre nach ihrer Erbauung bekommt die evangelische Magdalenenkirche nun einen Kirchturm. Dieser war von Anfang an bei dem 1999 eingeweihten Sakralbauwerk eingeplant – aber finanziell nicht eher realisierbar. Den Bauantrag für den Turm hat Echings Bauausschuss am Dienstag einstimmig gebilligt. Dass die evangelische Kirche so lange auf Kirchturm und Geläut verzichten musste, ist einer Prioritätenliste geschuldet. Nach der Fertigstellung ihrer neuen, eigenen Kirche war das Nahziel der evangelischen Gemeinde, tatkräftig unterstützt vom Kirchbauverein, möglichst schnell alle Verbindlichkeiten für das Kirchengebäude abzulösen. Der Neubau mit Gesamtkosten von 1,7 Millionen Euro wurde aus Eigenmitteln errichtet, die aus vielfältigen Aktionen und Spendenaufrufen stammten, sowie mit kommunalen Zuschüsse und landeskirchlichen Zuwendungen. Einen erheblichen Teil der Baukosten deckten aber private und ein Darlehen der Gemeinde Eching ab. Dank einer ungebrochen großzügigen Spendenbereitschaft und eines geschickten Finanzministers in Person von Kirchenpfleger Erwin Müller-Raab gelang die Abzahlung innerhalb von zehn Jahren – und das Gotteshaus war schuldenfrei. Parallel dazu lief die Ansparphase für eine neue, 200 000 Euro teure Kirchenorgel, die Vorrang vor den Glocken hatte, im Juli 2009 eingeweiht wurde und 2012 abbezahlt war.

Von da ab sprudelten die Gelder, die stetig den für Glocken und Turm angelegten Sparstrumpf füllten, üppiger und mit jährlichen Zuwächsen im fünfstelligen Bereich. So ist das Spendenbarometer 2018 auf 122.000 Euro angestiegen, so dass die Kirchengemeinde nun an die Auftragserteilung gehen kann.

Ein Stunden- oder nächtliches Läuten gibt es nicht

Für den eingereichten Bauantrag gab es jetzt auch grünes Licht von der politischen Gemeinde. Der quaderförmige Glockenturm mit einer Tiefe von 2,68 und einer Breite von 4,50 Meter ist auf dem statisch dafür ausgelegten Eck des Flachdaches an der Vorderfront des Gebäudes positioniert. Der schlichte Turm enthält ein dreiteiliges Geläut, bei dem die Glocken untereinander aufgehängt werden. Die Pläne stammen vom Architekten Rüdiger Möller, der auch den Gesamtbau entworfen hat.

Ebenfalls festgelegt wurde, wann die Glocken läuten. Im Unterschied zur katholischen Kirche gibt es kein Stunden- oder nächtliches Läuten. Erklingen sollen sie bei Gottesdiensten, Hochzeiten, Beerdigungen sowie an Sonn- und Feiertagen. Außerdem soll der Glockenklang auf den der katholischen Kirche abgestimmt werden. Vielleicht erfüllt sich ja der Wunsch von Pfarrer Markus Krusche, der bei seiner Silvesterpredigt die Hoffnung äußerte, dass der Jahreswechsel 19/20 bereits von den Glocken der Magdalenenkirche eingeläutet wird.

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