Verstoß gegen die DB-Verordnung

Horror in der S-Bahn: Echingerin muss nach Rottweiler-Attacke ins Krankenhaus 

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Nachdem eine Frau in der S-Bahn von einem Hund gebissen wurde, muss der Besitzer sich jetzt in einem Strafverfahren wegen Körperverletzung verantworten.

Eching -  Brutale Hunde-Attacke in der Münchner S-Bahn! Ein Rottweiler hat am Montagvormittag einer Frau (34) auf Höhe der Hackerbrücke in den Unterarm gebissen. Mit einer stark blutenden Wunde kam die Echingerin in ein Krankenhaus. Weil der Hund keinen Maulkorb trug, ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den Besitzer wegen Körperverletzung.

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Laut Bundespolizei kam die Beiß-Attacke völlig überraschend. Das spätere Opfer setzte sich in der S-Bahn Richtung Flughafen neben den 47 Jahre alten Hundebesitzer. Neben ihm saß der Rottweiler zunächst ruhig da. Doch wenig später zeigte sich, warum Rottweiler laut Gesetz als Kampfhunde der zweiten Kategorie eingestuft werden. Wie die Bundespolizei berichtet, machte die junge Frau offenbar unabsichtlich eine Handbewegung in Richtung des Hundes. Zu einer Berührung soll es aber nicht gekommen sein. Der Rottweiler – ein in der Regel rund 42 Kilo schwerer Hund mit einer Schulterhöhe bis zu 68 Zentimeter – packte die Echingerin am Unterarm, fügte ihr eine stark blutende Wunde zu. Die Frau kam mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus.

Hund war offiziell nicht als gefährlich eingestuft

Die Bundespolizei nahm sich des Falls an, informierte auch das für  Zwischenfälle mit Hunden zuständige Kreisverwaltungsreferat (KVR). Laut Angaben der Stadt habe der Rottweiler allerdings einen ­Wesenstest erfolgreich bestanden. Der Hund war also offiziell nicht als gefährlich eingestuft worden – eine Maulkorbpflicht oder ständiger Leinenzwang in der Öffentlichkeit bestand folglich nicht. Dafür hat der Hundehalter aber gegen die Hausordnung der Deutschen Bahn verstoßen. Denn laut dieser müssen alle Hunde mit einer Schulterhöhe ab 40 Zentimetern im Zug einen Maulkorb tragen.

Besitzer eines Rottweilers haben Anspruch auf einen Wesenstest. Stufen Experten den Hund als ungefährlich ein, wird ein sogenanntes Negativzeugnis ausgestellt. Der Rottweiler gilt somit rechtlich nicht mehr als Kampfhund.

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Johannes Heininger

Rubriklistenbild: © dpa/ Bernd Thissen 

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