der Huberwirt vom Stachus aus fotografiert
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Was wird aus dem Huberwirt? Diese Frage soll unter anderem ein gemeindlicher Arbeitskreis beantworten.

Echinger Finanzausschuss genehmigt Verdoppelung der Ausgaben auf 140 000 Euro

Huberwirt-Untersuchung wird deutlich teurer - aber die Gemeinde hat vorausschauend gehandelt

  • Ulrike Wilms
    VonUlrike Wilms
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Als deutlich kostspieliger als geschätzt erweisen sich die Ausgaben für die Untersuchungen des jüngst von der Gemeinde erworbenen Huberwirtgebäudes.

Eching - In Summe rechnet die Bauverwaltung nun mit 140 000 Euro, womit sich die prognostizierten Ausgaben verdoppelt haben. Dafür erteilte der Finanzausschuss einstimmig Grünes Licht. Vorausschauend abgepuffert worden sei diese Teuerung durch einen nachverhandelten Preisnachlass von 200 000 Euro beim Erwerb der Immobilie, erläuterte Bürgermeister Sebastian Thaler. Dies sei damit begründet worden, dass die Verkäufer keine zeitnahen Belege über den Zustand der Bausubstanz hätten vorweisen können. Bei der Grundlagenermittlung führen insbesondere Bauwerks- und Schadstoffanalysen zu einer Teuerung. Erstere schlägt mit 46 000 anstelle der ursprünglich geschätzten 10 000 Euro zu Buche, Letztere mit 25 000 statt 12 000 Euro.

Es sind mehr Proben nötig als geplant

Insgesamt müssen deutlich mehr Proben gezogen werden als ursprünglich angenommen. Dies sei auf die „Komplexität“ des Gebäudes mit Hotel-, Saal- und Gaststättenbetrieb zurückzuführen, heißt es in den Erläuterungen der Bauabteilung, weil es „weder in Bezug auf die Nutzung noch in Bezug auf die Bauzeiten homogen ist“. Deshalb können Erkenntnisse aus Bauteilöffnungen und Materialanalysen nicht so ohne Weiteres von einem Gebäudeteil auf den anderen übertragen werden.

Die ursprüngliche Gaststätte ist 1955 fertiggestellt worden, wurde 1965 aufgestockt und erhielt 1968 erste Fremdenzimmer im Dachgeschoss. 1972 erfolgte eine Erweiterung mit einem neuen, zwischenzeitlich renovierten Hotelflügel.

Eching darf mit einer bis zu 60-prozentigen Förderung rechnen

Mit dem Erwerb dieser Immobilie und dem dazugehörigen Grundstück befindet sich nun ein zusammenhängendes Areal im Ortszentrum in kommunalem Besitz. Damit wurde es erstmals möglich, im Zuge der Fortschreibung des Gemeindeentwicklungsprogramms ein „integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept“ für die Gestaltung einer lebendigen Ortsmitte aus einer Hand anzugehen und sich mit diesem Vorhaben für das staatliche Förderprogramm für Städteplanung zu bewerben. Mit Erfolg: Eching wurde aufgenommen und darf mit einer bis zu 60-prozentigen Förderung rechnen.

Noch für heuer wird angestrebt, ein Büro für Stadtentwicklung mit der Erstellung eines zukunftsfähigen Konzepts zu beauftragen. Eine wichtige Facette dabei: die künftige Nutzung des Huberwirtgebäudes, womit sich ein Arbeitskreis beschäftigt.

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