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Viel Spaß hatten die Besucherinnen beim Stöbern auf der Kleidertausch-Party in der Echinger Gemeindebücherei.

Echinger Gemeindebücherei

Kleidertauschparty: Besitzer wechseln statt wegwerfen

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Ausgelassene Stimmung herrschte in der Echinger Gemeindebücherei. Das Interesse der über 100 zumeist weiblichen Gäste galt dem Riesensortiment an gut erhaltenen Bekleidungsstücken. Anlass: eine „Kleidertauschparty“.

Eching – Die Veranstalter – neben dem Echinger Aktionsbündnis WUB („was uns bewegt“) war auch die Vhs wieder mit von der Partie – konnten feststellen, dass sich immer mehr Verbraucher mit dem Gedanken anfreunden, gut erhaltene und modische Bekleidung zum Nulltarif gegen andere Teile zu tauschen, anstatt sie wegzuwerfen. So herrschte den Worten von Hauptorganisatorin Gudrun Edlinger „ein entspanntes Tauscherlebnis“ im einladenden Ambiente der Bibliothek.

Auf Tischen und Kleiderständern bot sich eine sortierte Riesenauswahl der abgegebenen Waren. Für eine improvisierte, nicht einsehbare große Umkleidekabine zwischen den Buchregalen, wo die Schnäppchen gleich angezogen werden konnten, war ebenfalls gesorgt. So wurde also eifrig probiert, gegenseitig modisch beraten und auch viel geratscht und gelacht.

Auch wer nichts zum Bringen hat, ist willkommen

Das Prinzip des so genannten „Stoff-Wechsels“ ist ganz simpel: Tauschen anstatt Tonne, Reißwolf oder Altkleidersammlung, heißt die Devise. Jeder, der gut erhaltene Kleidungsstücke abgeben möchte, sei es, dass sie nicht mehr passen oder man sie schon zu oft oder auch gar nicht angezogen hat, bringt diese in sauberem und unversehrtem Zustand mit. Je nach persönlichem Gusto kann man im Gegenzug aus dem üppigen Angebot das aussuchen, was gefällt und/oder gebraucht wird. Auch wer nichts zum Bringen hat, sondern das eine oder andere Kleidungsstück zum Eigenbedarf benötigt, ist dabei willkommen.

„Wir freuen uns über die ständig steigende Akzeptanz unserer Aktion, mit der wir zu einem bewussteren Umgang mit Kleidung anregen wollen“, so Edlingers erfreuliches Fazit. Denn: Wer Anziehsachen tauscht, statt sie zu kaufen, handelt nachhaltig und umweltbewusst, denn natürlich werden bei der Produktion von Bekleidung auch Ressourcen und Energie verbraucht.

Was nach der Kleidertauschbörse übrig bleibt, findet auf kurzem Weg zum offenen Kleiderschrank der katholischen Kirche. Eine Neuauflage der Kleidertauschparty ist übrigens vorgesehen und wird rechtzeitig bekannt gegeben.

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