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Im Mai 2018 brannte die Tennishalle des SC Eching lichterloh.

Wieder neue Planungen

Nach Tennishallen-Brand in Eching: Für den Wiederaufbau läuft die Zeit davon 

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Es geht zäh voran: Die Räte kamen dem Wiederaufbau der abgebrannten Tennishalle des SC Eching zwar einen Schritt näher. Doch die Zeit drängt.

Eching – Zahlreiche Tennisspieler des SC Eching waren gekommen, und die wünschten sich vom Echinger Bauausschuss nichts anderes als eine Entscheidung bezüglich des Neubaus der Tennishalle. Am Ende der Sitzung herrschte dann aber Ernüchterung, weil im Gremium nur ein kleiner Schritt nach vorne gemacht worden war. Die Architekten sollen in der nächsten Sitzung die Planung vorstellen, aber dann wird der Bauausschuss noch einmal über die Bauart der Halle beraten sowie über die Option, für den SC Eching eine kleine Gymnastikturnhalle als Anbau zu realisieren.

Durch Rechtsstreit Zeit verloren

Bürgermeister Sebastian Thaler berichtete im Bauausschuss noch einmal offiziell von dem Vergleich mit der Versicherung bezüglich der abgebrannten Tennishalle. Die Gemeinde Eching hat nun die Verpflichtung, dass die Halle drei Jahre nach dem Feuer wiederhergestellt sein muss – und durch den Rechtsstreit hat man viel Zeit verloren. „Wir haben jetzt nur noch ein gutes Jahr“, sagte Thaler und machte den Zeitdruck deutlich. 

Eingewintert im Hintergrund liegen die Freiplätze. Die Aktiven und der Echinger Verein fiebern dem Wiederaufbau der abgebrannten Tennishalle entgegen, damit auch in der kalten Jahreszeit dem Sport gefrönt werden kann.

Konkret berichtete der Rathauschef, dass für den Bau der Halle eine Lösung mit Stützen in der Mitte auf der Höhe der künftigen Netze angedacht sei. So spare man Kosten, und die Ausschreibung sei für mehr Firmen interessant. Auch die Tennisspieler könnten mit der Option leben, sagte Thaler. 

Freitragende Hallen noch einmal geprüft

Doch Christoph Gürtner (FW) konnte sich mit den Mittelstützen nicht anfreunden und verwies etwa auf die freistehende Tennishalle in Allershausen, die dann auch als Multifunktionshalle genutzt werden könne. Die Fraktion der Freien Wähler setzte durch, dass die freitragende Halle nun auch noch einmal geprüft werden soll. Zudem brachte Sebastian Thaler den Gedanken ins Spiel, für den Verein eine einfache Gymnastikhalle anzubauen. Auch diese Erweiterung soll bis zu der Vorstellung der Planung von den Architekten geprüft werden. 

„Zeitpunkt der Entscheidungen schon vorbei“

Die Planung mit den zwei anderen Optionen wurde bei vier Gegenstimmen beschlossen. Die mit Nein votierten, befürchten weitere Verzögerungen für den Wiederaufbau der Tennishalle. „Wir sollten nicht umplanen, sondern endlich weiterkommen denn die Leute wollen Tennis spielen und ihre Ruhe haben“, sagte Bernhard Wallner (CSU). Auch Anette Martin (SPD) vertrat die Meinung, „dass der Zeitpunkt der Entscheidungen schon vorbei ist und wir jetzt schon Zeitdruck haben“. Sie zweifelte daran, dass Mehrkosten in sechsstelliger Höhe im Bauausschuss und Gemeinderat Mehrheiten finden könnten. 

Ohne die Zusatzanfragen des Gremiums hätte man bereits in dieser Sitzung der konkreten Eingabeplanung zustimmen können. Der Architekt hätte dann die weiteren Leistungsphasen in Angriff genommen. Christoph Gürtner hätte die Pläne am liebsten kommende Woche im Gemeinderat verabschiedet, aber das kommt aufgrund der Aufgabenstellung für die Planer zu früh.

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Stundenlang kämpften Feuerwehrleute in einem Neubaugebiet gegen die Flammen - denn ihre Arbeit wurde ihnen erschwert. In Düsseldorf ist in der Nacht zum Freitag in einem Betten-Lager zu einer Explosion gekommen. Bei den Löschversuchen sind zwei Feuerwehrleute schwer verletzt worden.

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