Der Huberwirt in Eching
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Wie geht’s weiter mit dem Huberwirt in Eching? Das weiß aktuell niemand. Untersuchungen zu Brandschutz und Statik werden aber trotzdem durchgeführt.

Zukunft des Gebäudes noch nicht klar

Nutzung unklar, aber geprüft wird trotzdem: Räte beschließen Bau-Untersuchungen am Echinger Huberwirt

  • Andreas Beschorner
    VonAndreas Beschorner
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Was mit dem Echinger Huberwirt geschehen soll, steht noch nicht fest. Die Räte haben aber trotzdem beschlossen, den bisherigen Zustand umfassend zu untersuchen.

Eching – Was wird aus dem Wirt? Ein Zwischenbericht von Statiker Christan Eltschig und Architektin Susanne Wehkamp über die bisherigen Untersuchungen zum Zustand des Huberwirts warf am Dienstag im Echinger Gemeinderat Fragen auf: Wie sinnvoll sind die – im Übrigen vom Gemeinderat beauftragten – Prüfungen, wenn man doch noch gar nicht wisse, was man mit dem 2020 erworbenen Gebäude eigentlich anstellen will? Schlussendlich wurde aber beschlossen, die Untersuchungen zu Statik und Bauzustand samt Brandschutzkonzept wie vorgesehen zu Ende führen zu lassen – allerdings mit fünf Gegenstimmen.

Untersuchungsergebnisse für Ende des Jahres erwartet

Nachdem man in sehr aufwendigen Recherchen die Baugeschichte und die entsprechenden Pläne aus den 1950er- und 60er-Jahren in einem Baubuch zusammengetragen habe, beginne man nun im August mit den Sondierungsöffnungen von Böden, Decken und Wänden, berichteten Wehkamp und Eltschig. Danach könnten weitere detaillierte Untersuchungen folgen, auf deren Basis die einzelnen Maßnahmeschritte inklusive Bepreisung benannt würden. Das Komplettpaket der Ergebnisse erhalte der Gemeinderat bis Ende des Jahres. Grundlage der Maßnahmen und des Bandschutzkonzepts sei, dass das Gebäude wieder als Hotel und Gaststätte benutzt werde. So war auch die Vorgabe aus dem Gemeinderat, um damit die maximalen Anforderungen an den Brandschutz zu kennen.

Siglinde Lebich (Grüne) wies allerdings am Dienstag darauf hin, dass mit dieser Untersuchung hoffentlich die künftige Nutzung des Huberwirts noch nicht festgelegt sei. Schließlich habe der Arbeitskreis, der sich mit dieser Frage vorberatend beschäftigen soll, erst ein Mal getagt, und das vor über einem Jahr. Auch Lebichs Fraktionskollege Leon Eckert sagte, eigentlich hätte man erst „im Ziel klar sein“ und „den Arbeitskreis arbeiten lassen“ müssen, bevor man den Umfang der Untersuchung festlegte.

Die meisten Untersuchungen sind so oder so nötig

Wehkamp und Eltschig betonten, den allergrößten Teil der Untersuchungen (beispielsweise zur Statik und zu den Schadstoffen) brauche die Gemeinde auf jeden Fall – selbst wenn man das Gebäude wegreißen würde. Außerdem mache das Brandschutzkonzept, das für eine Gaststätten- und Hotelnutzung ausgelegt werde, bei den Gesamtkosten von rund 70 000 Euro für die Untersuchung nur einen kleinen Teil im vierstelligen Bereich aus. Insofern wurde der Vorschlag von Michaela Holzer (BfE/Mitte/ÖDP) und Lena Haußmann (Grüne), zum jetzigen Zeitpunkt auf das Brandschutzkonzept zu verzichten, nicht mehr weiterverfolgt.

Carsten Seiffert (SPD) hatte betont, dass man die beauftragten Untersuchungen – inklusive Brandschutzkonzept – auf jeden Fall zu Ende führen solle: „Das brauchen wir ja eh alles.“ Zweite Bürgermeisterin Stefanie Malenke (SPD), die die Gemeinderatssitzung am Dienstag leitete, versicherte, mit der Untersuchung und einem Brandschutzkonzept sei ganz sicher die künftige Nutzungsart des Gebäudes noch nicht festgesetzt. Sollte man beispielsweise Wohnungen bevorzugen, müsse man zwar ein weiteres Brandschutzkonzept erstellen lassen, das sei dann aber lediglich die abgespeckte Version des jetzt erarbeiteten. So sah es auch Christoph Gürtner (FW): Was man jetzt mache, spare man sich später, so sein Credo.

Am Ende wurde also beschlossen, die Untersuchungen wie geplant bis zum Ende durchführen zu lassen – Brandschutzkonzept inklusive. Fünf Gegenstimmen gab es.

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