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Deutlich mehr Wasser als Obst kam von oben, als die Echinger Delegation zusammen mit Anton Bauer über die Streuobstwiesen streifte.

Echings Streuobstwiesen

So sehen heimische Früchte „mit Charakter“ aus

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„Die Echinger Obstbäume sind gut erzogen!“ Dieses Zeugnis stellte Anton Bauer vom Obsthof in Jarzt bei seiner Führung den Echinger Streuobstwiesen auf Gemeindegrund aus.

Eching – Folgerichtig gelten die guten Zensuren auch zugleich dem Echinger Bauhof, dessen Mitarbeiter die Apfel-, aber auch Kirsch-, Birnen- und Pflaumenbäume gepflanzt, gepflegt und mit dem richtigen Baumschnitt versehen haben. „Wir haben drei Gärtner beim Bauhof beschäftigt“, informierte Bürgermeister Sebastian Thaler, der am Sonntag bei strömendem Regen ebenfalls an der informativen, aber sehr nassen Streuobstwiesen-Exkursion teilnahm. Eingeladen hat der SPD-Ortsverein. Wie der stellvertretende Vorsitzende und SPD-Gemeinderat Herbert Hahner ausführte, liefern die gemeindlichen Obstwiesen den Bürgern kostenlos Vitamine. Im Gegensatz zu den makellosen, oft geschmacksarmen Import-Produkten aus dem Supermarkt handle es sich hier um heimische Früchte „mit Charakter“.

Die Sorte Kaiser-Wilhelm gilt als besonders robust

Und bei diesen unterschiedlichen „Charakteren“, die von jedermann in haushaltsüblichen Mengen geerntet werden können, kennt sich Anton Bauer gut aus. Er stand dem runden Dutzend regen- und wetterfester Interessenten, darunter einige Mitglieder vom Arbeitskreis „Rote Umweltpolitik“ aus Neufahrn, gerne Rede und Antwort. Links vom Eingang an der Südseite des Musikschulgebäudes befinden sich ein knappes Dutzend Bäume, überwiegend Apfelbäume unter anderem der Sorte Kaiser-Wilhelm, die als robust gilt und Mitte Oktober erntereif ist. Von dort aus ging es zusammen mit Experten auf die am nächsten gelegene Streuobstwiese zwischen Arbeostraße, Lohweg und Wertstoffhof auf der einen und Autobahnzubringer zur A9 auf der anderen Seite. Dort befindet sich unterschiedlicher Apfelbestand, wie etwa der Rheinische Winterrrambour, ein guter Most- und auch Lagerapfel, aber auch vereinzelte Pflaumen- und Birnbäume.

Noch 2018 waren die Bäume übervoll mit Früchten

„Heuer hängt wenig dran“, beurteilte Anton Bauer die eher mäßige Apfelernte und erläuterte den Zusammenhang zwischen abwechselnd sehr guten und ganz schlechten Ernten exemplarisch an den vergangenen drei Jahren. Diese Schwankungen bei Obstbäumen, von der insbesondere Apfelbäume betroffen sind, wird Alternanz genannt. So hingen, wie sich jeder noch gut erinnern konnte, 2018 die Bäume übervoll mit Früchten, das Vorjahr wiederum war sehr schlecht.

Verderben müssen Apfel und Co freilich nicht, die je nach Sorte bald gepflückt oder schon aufgeklaubt werden können. Jedermann weiß, mit selbst geerntetem, frischen Äpfeln schmecken Mus, Kompott oder (Pfann-)Kuchen besonders gut.

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