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Opern-Aufführung in der Echinger Musikschule: Mit der „Zauberflöte“ Schüler begeistert

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Das Profi-Ensemble von „Hashtag-Oper“ präsentiert Mozarts „Zauberflöte“ im Manfred-Bernt-Saal der Musikschule Eching.
Endlich wieder auf der Bühne: Das Profi-Ensemble von „Hashtag-Oper“ präsentierte nach dem langen Lockdown kürzlich Mozarts „Zauberflöte“ im Manfred-Bernt-Saal der Musikschule Eching. © Wilms

Mozarts „Zauberflöte“ durften die Schüler der fünften und sechsten Ganztagsklasse in der Echinger Musikschule anschauen. Der Auftritt war sowohl für die Jugendlichen, als auch für die Künstler etwas Besonderes.

Eching – Für alle Beteiligten war die kleine, aber sehr feine Aufführung von Mozarts Zauberflöte im Manfred-Bernt-Saal der Musikschule Eching etwas ganz Besonderes. Für die Schülerinnen und Schüler der fünften und sechsten Ganztagsklasse mit ihren Klassenlehrern Waltraud Stölzl und Bany Stengl wurde in der Musikschule Eching kürzlich exklusiv „große Oper“ geboten, in einer Aufführung der Münchner „Internationalen Stiftung zur Förderung von Kultur und Zivilisation“. Aber auch bei den Sängern und Streichern des Tournee-Formats „Hashtag Oper“, die nach dem langen Lockdown in Eching erstmals wieder auf einer Bühne und vor Publikum auftreten durften, stellten sich (Vor-)Freude und Aufregung ein.

Als erste und einzige Gemeinde im Landkreis hatte Eching im vergangenen Jahr den Zuschlag der Stiftung als Musikzentrum (MZ) erhalten, nachdem bereits das gemeinnützige Kulturforum e.V. zuvor unter dem Format „Musik für Schüler“ verschiedene Projekte der Stiftung in der Grund- und Mittelschule angestoßen hatte. Der zunächst auf drei Jahre befristete Ausbau als eines von insgesamt 15 bayrischen Musikzentren wurde dadurch gefördert, das sich als zusätzlicher Kooperationspartner die Echinger Musikschule noch aktiv einbringt. So herrschte beim musikalischen Restart im „Opernsaal“ bei immer noch distanzierter und maskierter Sitzordnung gespannte Erwartung im Auditorium.

Im Schulstundenformat wurde unter Einbeziehung des jungen Publikums in einer altersgerechten und kurzweiligen Inszenierung in die Welt der Klassik und die Opernhandlung eingeführt. Bei seiner Moderation bewies Musikdirektor Johannes Erkes Humor und einen guten Draht zu den Jugendlichen. Bei allen Akteuren, den drei Gesangssolisten, die in aufwändiger Bühnenkostümierung in ihre Rollen schlüpften, sowie dem begleitenden Streicherquartett handelt es sich um renommierte Profis.

Für Musikschüler Lukas Friedland war es eine besondere Aufführung

Lukas Frieland spielt einen jungen Papageno.
Große Oper für Lukas Friedland in der Rolle eines jungen Papageno. © Wilms

Unvergessen dürfte der Auftritt vor allen Dingen für den Echinger Musikschüler Lukas Friedland gewesen sein. Gleich zu Beginn schlüpfte der zwölfjährige Gymnasiast, der bei Musikschulleiterin Katrin Masius Gesangsunterricht nimmt und Mitglied im Jugendchor ist, in die Rolle eines noch jungen Papageno. Er begann als Solist mit der Arie „Zu Hilfe! Zu Hilfe!“, um dann noch als Steigerung, zusammen mit dem Bariton Giulio Alvise Caselli die berühmte Arie des Vogelfängers „Der Vogelfänger bin ich ja“ zum Besten zu geben.

Solistischer Höhepunkt freilich war der Auftritt von Sopranistin Teresa Boning als Königin der Nacht. Über welche Talente Opernsänger neben einer schönen, tragenden Stimme noch verfügen müssen, wurde vom Publikum gewissermaßen am lebenden Objekt erarbeitet. So stellten sich Koloratursopranistin Agnes Preis und Gesangspartner Caselli bei dem leidenschaftlichen Duett „Bei Männern, welche Liebe fühlen“ stocksteif und unbeweglich nebeneinander hin. Nun waren die Fünft- und Sechstklässler aufgefordert, das erstarrte Nebeneinander der beiden Sänger aufzulösen in eine möglichst lebendige und ausdrucksvolle einander zugewandte Körpersprache und ausdrucksvoller Gestik. Dabei wurde offensichtlich, dass auch schauspielerische Fähigkeiten auf der Opernbühne unverzichtbar sind.

Finales Konzert geplant

Lang anhaltender, intensiver Beifall zeigte deutlich auf, dass sich auch Jugendliche von heute für anspruchsvolle Oper begeistern können – eine tolle Erfahrung, die im Echinger Musikzentrum, so der Wunsch der Beteiligten, noch vertieft werden kann. Am Ende dieses Projektjahres ist ein Abschlusskonzert als Kooperation von Stiftung und Musikschule geplant, an dem nach Möglichkeit mehrere Klassen der Mittelschule teilhaben sollen. „Wir hoffen, das Bürgerhaus zu diesem Zweck gewinnen zu können“, sagte Sybille Schmidtchen, Vorsitzende des Kulturforums.

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