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Thaler zieht die Reißleine: Vorerst kein Sport in Hallen

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Von: Andrea Hermann

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Vorerst darf in den Echinger Sporthallen nicht mehr geturnt werden. © dpa

Angesichts des „rasanten Anstiegs der Infektionszahlen in den letzen Wochen“ zieht Echings Bürgermeister Sebastian Thaler nun die Reißleine: Alle Sporthallen und Vereinsräume werden vorerst geschlossen.

Eching – Bereits in der Kreistagssitzung am Donnerstag hatte Thaler angesichts der aktuellen Corona-Lage und einem Anstiegs des Landkreis-Inzidenzwerts über 50 für eine einheitliche Linie beim Sport appelliert (wir haben berichtet). Dass dieser nach wie vor erlaubt sei, halte er für „unverantwortlich“, hatte er gesagt. Deshalb hat er nun für seine Gemeinde am Freitag die Konsequenzen gezogen: Alle gemeindlichen Sport- und Schulturnhallen sowie die Turnräume der Kindertagesstätten, der Bürgersaal in Dietersheim und der Saal des Huberwirts bleiben „bis auf Weiteres für Vereinszwecke geschlossen“.

„Bis zum Ende der Herbstferien werden wir die Entwicklung des Inzidenzwerts beobachten, und ab einem Wert von unter 50 eine Öffnung der Hallen und Räume unter Einhaltung eines entsprechenden Hygienekonzepts in Erwägung ziehen“, teilte er via Pressemitteilung mit. „Oberste Priorität hat aktuell der Gesundheitsschutz gepaart mit der Sicherstellung eines geregelten Betriebs unserer Schulen und Kindertageseinrichtungen“, so Thaler. „Diesem Ziel müssen wir den Freizeit- und Sportbetrieb aktuell unterordnen.“ In einer Phase, in der sich maximal fünf Personen oder zwei Haushalte treffen dürften und eine Maskenpflicht an öffentlichen Plätzen gelte, „wäre es nach Ansicht der Gemeinde Eching unverhältnismäßig, Gruppenunterricht in Sporthallen weiterhin zuzulassen“, so Thaler.

Einheitliche Regelung für den Landkreis gefordert

In seiner Mitteilung betonte Thaler noch einmal, dass er sich eine „einheitliche Regelung für den gesamten Freistaat oder zumindest für den Landkreis Freising“ wünsche. „Für Vereine ist es schwer nachzuvollziehen, wenn gemeindliche Hallen geschlossen werden, während die Sporthallen des Landkreises oder einer Nachbarkommune weiterhin geöffnet sind.“

Thaler, der sich im regen Austausch mit den Vereinen befindet, sieht einer Öffnung der Hallen unter entsprechenden Hygienevorschriften entgegen, „sobald das Infektionsgeschehen wieder abnimmt“. Bis dahin bittet er alle Betroffenen um Verständnis: „Diese Vorsichtsmaßnahme dient letztlich dem Gesundheitsschutz aller Bürgerinnen und Bürger“, ist sich der Bürgermeister bewusst.  

Im Klinikum Freising nimmt unterdessen die Zahl der Corona-Patienten zu. Das führt zu strengeren Regeln für die Besucher.

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