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Kindergrab aus der Bronzezeit.

Uralte Gräber und erste Siedlungsspuren entdeckt

Spektakuläre Funde in Eching-West

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Die archäologischen Ausgrabungen im zukünftigen Baugebiet Eching-West haben Sensationelles zutage gefördert. Die Spanne reicht dabei von uralten Gräbern aus der Bronzezeit bis hin zu ersten Siedlungensspuren im frühen Mittelalter. Gestern war Ortstermin – in Ur-Eching.

Eching – Die Funde umfassen eine enorme Zeitspanne: vom dritten vorchristlichen Jahrtausend mit der so genannten Glockenbecherkultur (2500 bis 2100 vor Christus) über die frühe Bronzezeit (2200 bis 1600 v. Chr.) bis ins frühe Mittelalter (erstes Jahrtausend). Birgit Anzenberger von der mit den archäologischen Vorarbeiten betrauten Grabungsfirma rechnet insgesamt mit über 2000 Befunden. Bei den „jüngsten“, schätzungsweise aus dem Zeitraum von 600 bis 1100 nach Christus, handelt es sich um eine größere Anzahl von Grubenhäusern sowie Brunnen, Gruben und Pfostenlöchern, die durchaus erste Siedlungsspuren der jetzigen Gemeinde Eching sein könnten. Hier habe wohl die Geschichte Echings ihren Anfang genommen, machte Birgit Anzenberger deutlich, die zusammen mit Kreisarchäologin Delia Hurka beim Ortstermin sachkundig über das Gelände führte. In Anwesenheit von Landrat Josef Hauner, Bürgermeister Sebastian Thaler, Martin Pietsch vom Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, einigen Vertretern des Archäologischen Vereins Freising und vielen interessierten Anwohnern zeigte sich dabei einmal mehr, dass das spannendste und auch ergiebigste Geschichtsbuch der Boden ist.

Die größte Bedeutung der aktuellen Fundstelle besteht darin, dass die gefundene Grabgruppe aus der Glockenbecherkultur die erste ihrer Art ist, die bisher im Landkreis entdeckt und dokumentiert worden ist. Bei einem der Gräber handelt es sich um ein sehr reich ausgestattetes Frauengrab, in dem eine Kette aus Bernstein- und kleine Goldperlen ebenso wie im Kopfbereich ein äußerst seltenes Goldblech sichergestellt werden konnten, „eine Art Diadem“ wie Anzenberger erklärte. Neben, beziehungsweise in den Grabstätten mit Skeletten von unterschiedlichem Erhaltungsgrad wurden auch Gegenstände des täglichen Gebrauchs gefunden – Becher, Schalen oder eine Ahle.

Bevor die entdeckten Siedlungsspuren durch die geplante Bebauung vernichtet werden, werden die Bodenfunde akribisch dokumentiert, und vielleicht, so Bürgermeister Sebastian Thaler, findet sich demnächst im neuen Echinger Rathaus eine Ausstellung mit alten Bechern und anderen archäologischen Funden aus Echinger Flur.

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