Eine Gruppe vor einem Feuerwehrauto
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Die Übergabe mit (v.l.) Kreisbrandrat Manfred Danner, Hans Kerschbaumer, Wolfgang Danner (NAVIS), Konsulin Krisztina Priller, Andrasch Schumitsky (FFW Paty- Ungarn), Sebastian Thaler und Janos Weckermann (FFW Paty).

Zum Freundschaftspreis verkauft

Echinger Feuerwehr-Fahrzeuge in Ungarn heiß begehrt

  • Ulrike Wilms
    vonUlrike Wilms
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Das ist schon etwas Besonderes: Jede der drei Echinger Ortsfeuerwehren spendierte jetzt ein funktionstüchtiges Fahrzeug. Nutznießer: Feuerwehrleute in Ungarn.

Dort werden die Löschfahrzeuge in „Feuerwehrdiensten“ gute Verwendung finden. Anstatt sie auszumustern, spendeten die FFW Eching und die FFW Dietersheim je ein LF (Löschfahrzeug) in die ungarische Partnergemeinde Majs. Jetzt wird ein Löschfahrzeug LF 16, das in Günzenhausen durch ein modernes LF20 erneuert worden ist, in die zirka 30 Kilometer nordwestlich der ungarischen Hauptstadt Budapest gelegene 10000-Seelen-Gemeinde Paty überführt.

Eingefädelt hat es Navis

Am Mittwoch fand am Echinger Feuerwehrhaus die bayrisch-ungarische Fahrzeugübergabe statt. Die grenzüberschreitende caritative Hilfe „eingefädelt“ hat der gemeinnnützige Moosburger Hilfsverein NAVIS mit seinem Vorsitzenden Wolfgang Wagner, bei dem der „Notruf“ aus Ungarn nach einem gebrauchten Löschfahrzeug eingegangen war. Maßgebliche Vermittlungsarbeit geleistet wurde im Anschluss von Kreisbrandrat Manfred Danner und Echings Feuerwehrkommandant Stefan Maidl. So landete eine Anfrage in der Echinger Verwaltung bei Sachbearbeiterin Renate Renauer, ob das zum Verkauf stehende Löschfahrzeug aus Günzenhausen für einen „humanitären Verkauf“ in Höhe von 2000 Euro für ungarische Feuerwehrkollegen zur Verfügung gestellt werden könnte.

5000 Euro unter dem Marktwert

Im Januar hat der Echinger Gemeinderat zugestimmt, das Löschfahrzeug nicht meistbietend auf dem freien Markt anzubieten, sondern für den vorgeschlagenen „Freundschaftspreis“ zirka 5000 Euro unter Marktwert abzutreten. „Natürlich machen wir das!“, kommentierte Sebastian Thaler den Beschluss. Große Zustimmung erhielt er für seine Feststellung, dass es doch viel besser sei, „wenn das Fahrzeug weiter gute Dienste tun kann, als irgendwo zweckentfremdet oder zum reinen Ausstellungsobjekt zu werden.“

„Geben ist seliger denn Nehmen“. Mit diesem Bibelzitat würdigte NAVIS-Vorsitzender Wolfgang Wagner bei der Fahrzeug- und Fahrzeugbriefübergabe die „gute Tat“. Die ungarische Delegation, die am Vormittag des 4. März um 5 Uhr in der Früh zu der 650 Kilometer langen Fahrt nach Oberbayern gestartet war, trat noch am selben Tag die Rückkehr an, im Konvoi mit dem überführten Feuerwehrfahrzeug. Dieses wurde bei einem kleinen Zwischenstopp in Moosburg mit weiteren Spenden beladen, darunter Feuerwehrschutzkleider der FFW Thonstetten sowie einigen Sterilisatoren für Krankenhäuser, die von Ungarn aus noch in die Ukraine gebracht werden. Zum Schluss gab es in Eching noch gute Wünsche mit auf den Weg nach Paty – nach unfallfreier Fahrt und erfolgreichen und sicheren Einsätzen.

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