Bertram Böhm saß über zwölf Jahre im Echinger Gemeinderat.
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Bertram Böhm legt sein Gemeinderats-Mandat nieder.

Personalwechsel im Echinger Gremium

Nach zwölf Jahren ist Schluss: Gemeinderat Bertram Böhm hört auf

Personalwechsel im Echinger Gemeinderat: Bertram Böhm legt nach über zwölf Jahren sein Amt nieder. Sein Nachfolger wird Alexander Krimmer.

Eching – Bertram Böhm (EM) geht, Alexander Krimmer (ödp) kommt: Mit dem Jahreswechsel 20/21 vollzieht sich im Echinger Gemeinderat innerhalb des Bündnisses von BfE (Bürger für Eching), Echinger Mitte (EM) und ödp ein Personalwechsel. Böhm, seit mehr als 12 Jahren im Gemeinderat, verabschiedete sich zum 31. Dezember aus seinem kommunalpolitischen Ehrenamt. Als erster Nachrücker steht bereits Alexander Krimmer fest. Seine Zusage, das Mandat anzunehmen, bedeutet zugleich eine Premiere für die ödp, die damit erstmals im 24-köpfigen Echinger Ratsgremium mit Sitz und Stimme vertreten sein wird.

Bertram Böhm gehörte von 2008 bis 2013 der SPD-Fraktion an. Nach seinem Parteiaustritt bis zur Neuwahl 2014 war er zunächst parteilos und errang anschließend als einziger Vertreter der von ihm im Herbst 2013 gegründeten Echinger Mitte erneut ein Mandat. Er unterstützte bei der Kommunal- und Bürgermeisterwahl im März 2020 für die EM zusammen mit den BfE und der ödp auf einer gemeinsamen Liste die erneute, erfolgreiche Kandidatur von Bürgermeister Sebastian Thaler. Zum insgesamt dritten Mal zog Böhm als Vertreter dieser bei der Kommunalwahl 2020 aufgestellten „bunten Liste“ mit Manfred Wutz und Michaela Holzer (beide BfE) in den Rat ein.

Zum vierten Mal in den Bundesvorstand von „Mehr Demokratie“ gewählt

In der Weihnachtssitzung des Gemeinderats wurde Böhm offiziell von Bürgermeister und Ratskollegen mit einem Dank für sein Engagement verabschiedet – und erhielt als Geschenk einen bayerischen Löwen mit dem Gemeindewappen. Wie der 60-jährige selbständige Rechtsanwalt erläuterte, werde er weiterhin politisch aktiv und sehr eingespannt sein, allerdings auf einer anderen Ebene, nämlich im Bundesvorstand von „Mehr Demokratie“, in den er aktuell zum vierten Mal wiedergewählt wurde. Dabei handelt es sich um einen deutschlandweit agierenden Verein, der sich für mehr Bürgerbeteiligung einsetzt.

„Meine neuen Aufgaben im Bundesvorstand und die Erweiterung unserer Aktivitäten machen es mir jetzt kaum möglich, mein Gemeinderatsmandat noch in ausreichendem Umfang wahrzunehmen“, begründete er den Verzicht auf sein Gemeinderatsmandat. Als Schwerpunkte seiner bisherigen und zukünftigen politischen Agenda nannte er mehr Transparenz und mehr direkte Umsetzung des Bürgerwillens: Sein Credo, das er gern auch eine Art „Vermächtnis“ an die Ratskollegen verstanden wissen will, lautet, dass der Souverän gewählter Rats- und Volksvertreter grundsätzlich der Bürger sei. Jeder Gemeinderat solle sich als Dienstleister der Bürger verstehen – mit der Verpflichtung, das umzusetzen, „was uns allen dient“.

Der Abschied fällt ihm schwer

Auch im Vereinsleben trat Böhm in Erscheinung, hatte unter anderem viele Jahre den Vorsitz des AWO-Ortsvereins und den des gemeinnützigen Sozialfonds inne. Er kündigte an, dass die Echinger Mitte auch zukünftig das Geschehen in Eching begleiten werde, und er selbst die politischen Ereignisse auf lokaler Ebene „mehr von außen betrachten“ werde. Ein wenig Wehmut sei bei diesem Abschied schon dabei, bilanzierte Böhm, aber gleichzeitig auch „das Vertrauen darauf, dass mein Listennachfolger Alexander Krimmer mich gut ersetzen wird“. Dieser wird voraussichtlich in der Gemeinderatssitzung Ende Januar vereidigt.

Ulrike Wilms

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