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Gruppenfoto unterm Richtkranz: (v. l.) Architektin Susanne Wehkamp, Bernhard Bauer (Bauabteilung), Bürgermeister Sebastian Thaler, Bauamtsleiter Thomas Bimesmeier, Architekt Tobias Mattes, Polier Jürgen Schechinger, Architekt Heinrich Wehkamp. 

Wo sich Geschichte wiederholt

Echinger Rathaus: Das Richtfest markiert die Halbzeit des Umbaus

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Die Hälfte ist geschafft: In Eching haben Bürgermeister, Planer und Handwerker gefeiert. Das Richtfest markiert die Halbzeit des Rathaus-Umbaus.

Eching – Mit rund 80 Gästen, darunter die beiden ehemaligen Echinger Bürgermeister Joachim Enßlin und Josef Riemensberger, wurde beim „alten, neuen Rathaus“ (Gemeindechef Sebastian Thaler) Hebweih gefeiert – und ein mit weiß-blauen Bändern geschmückter Richtkranz mit dem Kran nach oben gezogen. Vor ziemlich genau einem Jahr war Baubeginn – und der Rohbau wurde termingerecht fertiggestellt.

Scherben sollen Glück bringen

Den obligatorischen Glück- und Segensspruch anbringen, die Domäne des Zimmerermeisters, musste diesmal ein anderes Gewerk, weil beim flachen Rathausdach kein hölzerner Dachstuhl benötigt wird – und damit auch kein Zimmermann. Stattdessen übernahm mit Rainer Gadringer ein Dachdecker den Festakt: Vom Gerüst herab reimte er „Gott wolle segnen dieses Haus und alle, die gehen ein und aus.“ Nach dem Prosit ließ er sein Sektglas zerschellen, denn Scherben bringen ja Glück.

Vor diesem Hintergrund passte es sehr gut, dass Architektin Susanne Wehkamp aus den „Annalen der Baugeschichte“ auch den ursprünglichen Richtspruch anlässlich des Rathausneubaus 1972 zitieren konnte, der große Ähnlichkeiten mit dem aktuellen aufwies: „Geschichte und Geschichten wiederholen sich“, so Wehkamp. Dies trifft auch auf ihre eigene Familiengeschichte zu: Beim aktuellen Bauvorhaben tritt sie in die Fußstapfen ihres Vaters Heinrich, der als junger Bauleiter mit dem damaligen Rathaus-Neubau betraut gewesen war.

Bürgermeister Thaler als Gastgeber betonte, dass das Richtfest in erster Linie den Handwerkern und Planern zu Ehren gefeiert werde. Diesen, insgesamt rund 40 Gewerken und 20 Planungsbüros, galt sein besonderer Dank.

Stahlkassette als „Grundstein“

Anlässlich dieser Feier, die in etwa die Halbzeit des Rathaus-Um- und Erweiterungsbaus markiert, hatte Thaler eine Stahlkassette mitgebracht, die demnächst im Keller als „Grundstein“ eingemauert werden soll. Darin befinden sich aktuelle Tageszeitungen und die Echinger Monatsschriften, die Baupläne und ein Satz „Taler“ (Euromünzen). Eine gewöhnliche Grundsteinlegung oder einen Spatenstich hatte es nicht gegeben, da es sich nicht um einen Neubau handelt.

Einzug für Frühjahr 2021 geplant

Mit Musik des Sir-Flint’s-Jazz-Trios und Essen wurde im Erdgeschoß gefeiert – dort, wo zukünftig das Bürgerbüro sein wird. Der Rohbau stand auch für Besichtigungen zur Verfügung. Wenn alles nach Plan läuft, kann das Rathaus im Frühjahr 2021 bezogen werden.

Lesen Sie auch: Radweg Eching-Garching eröffnet: Fünf Jahre lang geplant, in drei Monaten gebaut

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