Bürgermeister Sebastian Thaler
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Im Visier der Staatsanwaltschaft steht Echings Rathauschef Sebastian Thaler. Jetzt hat sich auch die SPD zur aktuellen Situation geäußert.

„Offene Kommunikation“ gefordert

Ermittlungen gegen Thaler: Jetzt gibt auch die Echinger SPD eine Stellungnahme ab

Nach der ÖDP hat sich nun auch Echings SPD zu den Ermittlungsverfahren gegen Rathauschef Sebastian Thaler geäußert. Dabei geben sich die Genossen zurückhaltend.

Eching - In der von Fraktion und Vorstand unterschriebenen Erklärung fordern die Genossen in der Thematik zwar prinzipiell eine „offene Kommunikation“, räumen allerdings auch ein, „dass wir leider nicht in der Weise an die Öffentlichkeit treten können, wie wir dies gern täten“. Zum einen gebe es „laufende Verfahren mit sehr klaren Strukturen, Vorgehensweisen und Handlungsempfehlungen seitens der Juristen, die wir in keinem Fall gefährden möchten“, zum anderen berührten die Details die Persönlichkeitsrechte von Bürgermeister Sebastian Thaler, „die wir nicht verletzen dürfen“, teilen die Sozialdemokraten mit. Gut sechs Wochen nach der Durchsuchung des Rathauses habe man so lediglich in einer kurzen Pressemitteilung zu den Vorwürfen Stellung beziehen können. Dabei hätten die Echinger Bürger „ein Recht darauf zu erfahren, was hinter den Untersuchungen und Gerüchten steckt“.

Genossen sparen nicht mit Selbstkritik

Der Echinger SPD mangelt es in ihrer Pressemitteilung jedenfalls nicht an Selbstkritik: „Unsere dürre Aussage Ende Juli und unser Schweigen seither haben eine fatale Wirkung: Der Eindruck, wir hätten weder Haltung noch Meinung zu den Ereignissen, wir wären zudem von ihnen gelähmt und verharren in einer Art Schockstarre, muss sehr naheliegend sein.“ Trotzdem decke sich die Haltung „mit unseren sozialdemokratischen Grundsätzen“. Davon wolle man auch jetzt nicht abweichen.

Eine konsequente Aufklärung habe für die Echinger SPD „oberste Priorität“. Die Vorwürfe müssten geklärt und – sobald juristisch möglich – alle Informationen an die Öffentlichkeit weitergegeben werden. Derzeit „können und möchten wir aber den Aussagen der Juristen nicht vorgreifen und dürfen die Sachlage nicht interpretieren und kommentieren.“ Auch deshalb machen sich Echings Genossen „große Sorgen“ darüber, welche Auswirkungen die Vorwürfe und die begleitenden Spekulationen auf den Ort haben. Hinter den Kulissen sei man aber keineswegs paralysiert, sondern suche nach Wegen, die verhindern, „dass die jüngsten Ereignisse unser Handeln bestimmen“. Gerade jetzt sei es essentiell, dass man weiter konzentriert und motiviert an den Sachthemen arbeite, die für den Ort wichtig sind.

Hoffen auf eine „schnelle Klärung“

Abschließend heißt es in der Erklärung: „Wir bedauern zutiefst, dass Sie, die Bürgerinnen und Bürger von Eching, aber auch die Kollegen im Dienst der Gemeinde mit all dem konfrontiert werden. Wir vertrauen darauf, dass die Justiz alles tut, um diese belastende Situation zu einer schnellen Klärung zu bringen.“

ba

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