Lena Herrmann
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Lena Herrmann heißt die neue Klimaschutzmanagerin.

Lena Herrmann stellt sich Gemeinderäten vor

„Jeder ist eingeladen“, sich am Echinger Klimaschutzkonzept zu beteiligen

  • Ulrike Wilms
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Jetzt konnte auch das Echinger Ratsgremium die neue Klimaschutzmanagerin Lena Herrmann kennenlernen. Die präsentierte ihr breit gefächertes Arbeitsgebiet.

Eching - Beitritt zur Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen, Photovoltaik-Anlagen der BEG, die Bewerbung als FairTrade-Gemeinde, der Einbau von LED-Laternen, kostenlose Energieberatung, die Anlage von Blühflächen. In den vergangenen Jahren ist klimaschutztechnisch in den Bereichen Mobilität, Energie, Landwirtschaft und Umwelt in Eching einiges in Bewegung gekommen. Aber, wie Echings erste Klimaschutzmanagerin Lena Herrmann feststellte: „Es besteht noch viel Potenzial in allen Bereichen.“

Diese Aufgabe zieht sich durch alle Bereiche

Bei ihrer Vorstellung im Gemeinderat erläuterte die 31-jährige studierte Klimaschutzmanagerin ihr breit gefächertes Arbeitsgebiet, das als Hauptaufgabe die Erarbeitung eines Klimaschutzkonzeptes beinhaltet. Diese „Querschnittaufgabe“ zieht sich durch alle Berufe und Lebensbereiche, umfasst Kommunalverwaltung und -politik, Wirtschaft, Landwirtschaft, aber vor allen Dingen die Zivilgesellschaft.

Anfang Mai hat Herrmann die neu initiierte und auf zwei Jahre vom Umweltministerium zu 80 Prozent geförderte Stelle im Echinger Rathaus in der Abteilung Umwelt und Planung angetreten. (wir berichteten). Der erste Schritt, auf dem dann weiter aufgebaut werden kann, besteht in einer Ist-Analyse und Treibhausgas-Bilanz. Von Anfang an in den Prozess eingebunden werden soll ein noch zu etablierender möglichst breit aufgestellter Klimabeirat mit Fachleuten aus Wissenschaft und Wirtschaft ebenso wie Vereinsvertretern, Mitarbeitern der Gemeinde, Mitgliedern des Rates und den Bürgern: Der Arbeitsauftrag an den Klimabeirat lautet also, „konkrete Maßnahmen und Ziele für den Klimaschutz und die Erreichung der Klimaneutralität für die Gemeinde Eching zu erarbeiten und die Erstellung des Klimaschutzkonzeptes aktiv, fachlich und kritisch zu begleiten“.

Herrmann: Der Klimabeirat ist kein politisches Gremium

Ausdrücklich betonte Herrmann, dass es sich beim Klimabeirat nicht um ein politisches Gremium handele, sondern es dabei ums Mitmachen gehe, mit möglichst großer Transparenz: „Jeder ist eingeladen“, denn Klimaschutz sei „eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“.

In dem Zusammenhang wies Alexander Krimmer (ÖDP) darauf hin, dass es notwendig sei, in die lokalen Handlungsfelder auch Strategien einzubinden, wie mit den Folgen des Klimawandels – lang anhaltende Trockenheit ebenso wie vermehrte Unwetterereignisse – umzugehen sei. Wie Herrmann erläuterte, gehört dieses Thema zum Gesamtkatalog, dem sich der neue Beirat widmen und daraus seine eigenen Arbeitsschwerpunkte ableiten werde. Bereits im Herbst soll es eine Auftaktveranstaltung zur Gründung eines Klimabeirats geben, der sich selbst organisieren und eine Struktur geben soll. Bei dieser ersten Informationsveranstaltung in Form einer Ideenwerkstatt können sich dann Arbeitsgruppen zusammentun. Gesamtkoordination und Organisation obliegt der Klimaschutzmanagerin.

Hausaufgaben für Räte und Verwaltung

Parallel dazu bekamen Gemeinderat und Verwaltung als Hausaufgabe mit auf den Weg, relevante und interessierte Akteure anzusprechen. Einstimmig billigte das Gremium die Gründung eines Klimabeirats und als „Startschuss“ die vorgeschlagene Auftaktveranstaltung.

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