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Mit Gottes Segen fährt „Florian Günzenhausen 11/1“ künftig zu den Einsätzen.

Fahrzeugweihe

Ein Nordlicht zum Bayern gemacht

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Beinahe wäre der Günzenhausener Feuerwehr der Ford Transit durch die Lappen gegangen. Nur ihrer Flexibilität und Spontanität ist es zu verdanken, dass man heute das neue, gebrauchte Mehrzweckfahrzeug weihen lassen konnte.

Günzenhausen – Aus Lübeck stammt das Auto und beinahe hätte sich eine andere Feuerwehr daran erfreuen können. „Wer zuerst kommt, malt zuerst“, hatte der Händler zu Kommandant Tobias Exner gesagt. Deshalb stiegen vier Kameraden kurzerhand ins Auto und fuhren noch am selben Tag in den hohen Norden. Tags darauf war alles unter Dach und Fach und der Transit – mit nur 76 000 Kilometern auf dem Tacho – wurde nach Bayern gefahren.

Gestern dann hat man das „Nordlicht“ mit Namen „Florian Günzenhausen 11/1“ quasi katholisch gemacht. Nach einem großen Festgottesdienst segnete Pfarrer Andreas Wollbold das Fahrzeug. Er bat um Gottes Beistand und um den Schutz des heiligen Florian. „Ohne Gottes Hand kann nichts gut sein“, sagte der Geistliche.

Es sei ein „großer Tag“ für die Feuerwehr, begann anschließend Kommandant Tobias Exner seine Ansprache. Wie dringend man das Fahrzeug in Günzenhausen gebraucht habe, zeigen laut Exner die bereits 27 Einsatzfahrten, die seit Februar damit geleistet wurden. Materialtransport, Besorgungsfahrten, Absicherung der Einsatzstelle und der Transport von Feuerwehrleuten zu Einsätzen und Übungen sind die Bereiche, die der Transit künftig abdeckt. All das haben die Floriansjünger bisher mit ihren privaten Pkw und auf eigene kosten erledigt, berichtete Exner den Festgästen.

Echings Zweiter Bürgermeister Ottmar Dallinger bestätigte den Bedarf an diesem Mehrzweckfahrzeug. „Es ist wichtig und zeitgemäß“, sagte er und dankte dem ehrenamtlichen Engagement der Feuerwehrler. Dass eine gute Ausrüstung Grundvoraussetzung für eine gute Arbeit ist, betonte Kreisbrandinspektor Helmut Schmid. „Die Günzenhausener Bürger können sich darauf verlassen, dass die Feuerwehr nun noch schneller Hilfe leisten kann“, sagte Schmid. Und das feierte man anschließend beim Baderwirt mit Bürgern und Feuerwehrgästen aus Eching, Dietersheim, Fürholzen und Fahrenzhausen.

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