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Die Segnung der Kinder war einer der Höhepunkte des Begrüßungs-Gottesdienstes.

Martin Guggenbiller wird in sein Amt eingeführt

Ein Pfarrer, der mit den Menschen mitgeht

Man hatte das Gefühl, es habe sich fast ganz Eching versammelt, um sich ein Bild vom neuen Pfarrer der Pfarrei Sankt Andreas zu machen. Die Bürger standen bis zur Tür hinaus, als Martin Guggenbiller heute in sein geistliches Amt eingeführt wurde.

Eching – Es war ein Festgottesdienst mit großer Bedeutung für die katholische Pfarrei Sankt Andreas. Kein Wunder also, dass auch die Fahnenabordnungen der Vereine und Bürgermeister Sebastian Thaler gekommen waren. Menschen jeder Hautfarbe und jedes Alters hatten sich versammelt und blickten erwartungsvoll nach vorne.

Doch anfangs hatte noch Martin Wallner, Vorsitzender des Pfarrgemeinderats, das Wort. Er sprach davon, welche Voraussetzungen ein Pfarrer haben muss. Integrationsfähig sowie ein spiritueller Mensch müsse er sein – aber ebenso gut verwalten und organisieren können. „Wir freuen uns auf einen Pfarrer, der mit den Menschen mitgeht“, waren Wallners Worte, bevor das anwesende Streichensemble und der Chor mit geradezu himmlischen Stimmen einsetzten. Anschließend wurde die Urkunde von Kardinal Reinhard Marx vorgelesen. „Ich bin bereit“, antwortete Guggenbiller mehrmals, bevor er schließlich die Schlüssel der Pfarrkirche überreicht bekam. Das Spiel von Orgel und Gesang erfüllten die Kirche.

Lange hatte Martin Guggenbiller überlegt, welches wohl das erstes Gleichnis ist, das er seiner Gemeinde vorliest, wie er selbst erklärte. Schließlich hatte er sich für das Gleichnis des Sämanns entschieden. Und das nicht ohne Grund: Jeder der Anwesenden sei ein Samenkorn Gottes, erklärte er den zahlreichen Besuchern. Es sei nun an der Zeit, darüber nachzudenken, was der Dienst des Priesters und was der Dienst der Gemeinde sei.

Dann durften sich die Kinder, die teilweise schon etwas unruhig geworden waren, vorne aufstellen – und der neue Pfarrer segnete jedes von ihnen. Ganz stolz standen die kleinsten Mitglieder der Kirchengemeinde vor Guggenbiller und ließen sich gesegnetes Wasser auf die Stirn träufeln. Schließlich ging der Pfarrer durch die Reihen und segnete auch die Erwachsenen.

Als der Gottesdienst nach etwa anderthalb Stunden ein Ende fand, versammelten sich alle Anwesenden draußen vor der Kirche. Dort waren schon Tische mit Getränken und Kleinigkeiten zu Essen aufgestellt. Der Musikverein St. Andreas sorgte für musikalische Unterhaltung, während sich die Mitglieder der Kirchengemeinde bei schönstem Wetter miteinander austauschen und persönliche Gespräche mit dem neuen Pfarrer führen konnten.

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