Bagger auf dem Gelände der künftigen Echinger Tennishalle
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Die Bagger sind schon da: Ein gutes Zeichen dafür, dass die Bodenarbeiten an der Baustelle der Tennishalle im Freizeitgelände bereits begonnen haben.

Geplante und tatsächliche Kosten fast identisch

Neue Tennishalle: Gemeinde legt finanzielle Punktlandung hin

  • Ulrike Wilms
    vonUlrike Wilms
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Eine Punktlandung konnte die Gemeinde Eching bei den voraussichtlichen Kosten für den Wiederaufbau der am 13. Mai 2018 abgebrannten Tennishalle des SCE erzielen.

„Die in den Vergabeverfahren erzielten Preise entsprechen in Summe exakt den veranschlagten Kosten bei einer Abweichung von lediglich 0,5 Prozent, sodass der Wiederaufbau dank der Leistung der Brandversicherung wie geplant durchgeführt werden kann“, informierte Bürgermeister Sebastian Thaler. In öffentlicher Sitzung billigte der Gemeinderat nach den bereits begonnenen Tiefbau- und Fundamentierungsarbeiten die weitere Vergabe von insgesamt sieben ausgeschriebenen Gewerken für Kanal-, Elektro-, Lüftung, Klempner/Dachdecker-, Sanitär-, Heizungs- sowie Holzbau-, Gerüst- und Trockenbauarbeiten mit einem Gesamtvolumen von gut 2,7 Millionen Euro. Dabei gingen die Abweichungen beziehungsweise „Ausschläge“ in etwa gleich weit ins Plus oder Minus.

Bei den Kanalarbeiten wird am meisten gespart

Die größte prozentuale Ersparnis von über 20 Prozent ergab sich bei den Kanalarbeiten, die mit knapp 100 000 Euro zu Buche schlagen werden und damit rund 25 000 Euro günstiger sind als erwartet. Weitere Einsparungen mit vergleichbaren Summen gibt es bei den beauftragten Handwerksbetrieben für Sanitär und Heizung, für Dachdecker und Klempner.

Deutlich mit über 17 Prozent über der Prognose liegen derweil die Kosten für die Lüftungsarbeiten mit einer Gesamtsumme von knapp 122 000 Euro (bei einer Mehrausgabe von 18 000 Euro). Die – nach absoluten Zahlen – höchste Mehrausgabe in einer Höhe von 65 000 Euro ergibt sich für die Holzbau-, Gerüst- und Trockenbauarbeiten der Halle, die in Summe mit 1,3 Millionen Euro ungefähr 50 Prozent des vergebenen Gesamtpakets ausmacht. Die Steigerung beträgt dabei rund fünf Prozent.

Auswirkungen auf die Umwelt ein Thema

Wie bereits im Vorjahr vom Gemeinderat beschlossen, werden bei den gefassten Beschlüssen auch die Auswirkungen auf Umwelt und Klima erfasst. Bei Bauvorhaben stehen dabei natürlich vor allen Dingen die verwendeten Materialien auf dem Prüfstand. Da schneidet ein Gebäude in Holzbauweise wie die Tennishalle naturgemäß gut ab, denn es wird aus nachwachsenden Rohstoffen errichtet. Zur Beleuchtung von Tennishalle und Funktionsgebäude dienen moderne, stromsparende LED-Leuchten. Auch hinsichtlich erneuerbarer Energien leistet das Gebäude einen nachhaltigen Beitrag – denn auf dem Dach wird die BEG (Bürgerenergiegenossenschaft) Freisinger Land eine Photovoltaik-Anlage errichten. Die mit rund 400kWp dann größte der insgesamt vier Photovoltaik-Anlagen auf gemeindlichen Dachflächen soll Solarstrom für rund 150 Haushalte erzeugen. Übrigens: Die Echinger Bürger sind bei einer finanziellen Beteiligung an der Genossenschaft bevorzugt zeichnungsberechtigt.

Wenn alles nach Plan läuft, soll die Tennishalle zum Winter 2021/22 wieder genutzt werden können. Die Fertigstellung von Sanitärräumen, Gymnastikhalle und Wohnungen soll im Jahr 2022 erfolgen.

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