Die Vorstellung im Bürgerhaus
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Bei der Vorstellung im Rat: (v. l.) Mark Volz, Katharina Wagner und Bürgermeister Sebastian Thaler.

Grafikdesign-Studenten entwerfen die neue Gemeinde-Homepage

Hauptsache: Eine Seite, die zu Echings Seiten passt

Neues Rathaus, neue Homepage. Eching will auch im Netz up to date sein. Ein Studentenwettbewerb an der Münchner Burke-Akademie soll die ideale Lösung bringen.

Eching - Eine Website, die bürgernah und benutzerfreundlich ist, muss nicht teuer sein. Das war das Ergebnis einer Präsentation der Grafikdesign-Schule. Wie sich jetzt im Gemeinderat herausstellte, gibt es die Ausarbeitung im Zuge eines Studentenwettbewerbs für einen Festpreis von 8000 Euro. Lange dauern soll es auch nicht, wie Akademie-Leiterin Katharina Wagner erklärte. Bis August sollte alles fertig sein. Bis dahin würden die Studenten „Vollgas geben“ und alle notwendigen Szenarien für das Design einer Gemeinde-Website durchspielen. Um die „technische Umsetzung“ würden sich dann andere kümmern.

Wagners Kollege, Design-Dozent Mark Volz, sprach von einem vielschichtigen Prozess, von einer umfangreichen Recherche, die dem Design vorausgehe. „Alles fängt immer mit einer Frage an“, erklärte Volz. Im Grunde gehe es darum, die Gemeinde besser zu verstehen und herauszufinden: Was unterscheidet Eching von anderen Kommunen?

Wagner selbst kennt Eching - weil sie in Dietersheim wohnt

Aus Sicht von Wagner trifft es sich da ganz gut, dass sie selbst Bürgerin von Eching ist, in Dietersheim wohnt und deshalb „um die Situation weiß“. Auch um Referenzen waren die Vertreter der Burke-Akademie nicht verlegen. Als Beispiele, wie so etwas in der Vergangenheit funktioniert hat, nannten sie etwa das Web-Design von Donauries oder Wettbewerbe für Startup-Unternehmen wie „Etepetete“ , „Future Stories“ oder auch das „Café Zebra“ im Museum Brandhorst.

Dass es keine leichte Aufgabe sein wird, eine hochwertige und zielgerichtete Website für Eching zu erstellen, das verhehlten Wagner und Volz nicht. Sie sprachen von einer „komplexen Themenstellung“ und davon, dass Eching etwa wegen „seiner vielen Satelliten außen herum“ eine Herausforderung darstelle. Aber gerade das sei es ja, was die Sache für einen Studentenwettbewerb an ihrer Akademie so interessant mache.

Kosten: 8000 Euro plus Mehrwertsteuer

Das Gremium zeigte sich beeindruckt. Bürgermeister Sebastian Thaler bedankte sich für die „komprimierte Vorstellung“. Vizebürgermeisterin Stefanie Malenke (SPD) urteilte: „Ich verspreche mir sehr viel davon.“. Leon Eckert (Grüne) fragte nach, ob es um „Corporate Design“ gehe. Wagner entgegnete: „Ja ganz genau, wir können nicht einfach aus dem Nichts eine Webpage entwickeln.“ Die Frage nach den Kosten warf Herbert Hahner (SPD) auf. 8000 Euro plus Mehrwertsteuer, erklärte Thaler und er fügte an: „Ein Teil fließt an die Studenten.“ Der Rathauschef gab allerdings zu bedenken, dass man trotz der Eile im Sommer noch keine fertige Website haben werde. Die Leiterin stellt jedoch klar: „Sie erhalten die kompletten Nutzungsrechte.“

Georg Bartl (CSU) ging es darum, dass das alles „nicht zu kompliziert wird“. Er wollte wissen: „Wer zeigt uns das?“ Wagner erklärte, dass alles von Anfang an getestet werde. Dazu benötige man ein Development-Team. Volz ergänzte: „Sie kriegen eine Art Click-Dummy“. Erst dann, wenn alles funktioniere, gehe es in die Programmierung. Wagner stellte eine Vorstellung des Ergebnisses im August in Aussicht. „Bis dahin haben wir uns vorgenommen, das ganze Ding durchzuziehen“, erklärte sie..

Das war’s dann. Und der Beschluss, das Angebot der Burke-Akademie zu besagtem Festpreis von 8000 Euro anzunehmen, fiel im Gremium einstimmig.

Alexander Fischer

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