Tischtennis macht Spaß
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Spaß an der Platte: In der Echinger Flüchtlingsunterkunft an der Oskar-von-Miller-Straße wird seit Kurzem fleißig Tischtennis gespielt.

Ping-Pong an der Oskar-von-Miller-Straße

Räte und Helfer legen zusammen: Tischtennisplatte für Echinger Flüchtlinge

  • Ulrike Wilms
    VonUlrike Wilms
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Jetzt wird endlich Tischtennis gespielt: Die Bewohner der Flüchtlingsunterkunft im Echinger Gewerbegebiet profitierten dabei von einem besonderen „Deal“.

Eching - Schwierige Zeiten liegen coronabedingt hinter uns – und in besonderem Maß hinter den geflüchteten Menschen, die in Eching an der Oskar-von-Miller-Straße untergebracht sind. In der Einrichtung galt über längere Zeit ein Betretungsverbot, sodass es für das Betreuerteam vom Arbeitskreis Asyl schwierig war, sich um die Belange besonders auch der Kinder zu kümmern.

Traditionell geht das Geld der Weihnachtssitzung an einen guten Zweck

Vor allen Dingen durfte die regelmäßige Hausaufgabenhilfe nicht mehr stattfinden. Wegen der schwierigen Rahmenbedingungen einschließlich Kontaktsperre war es auch lange nicht möglich, eine für Anfang des Jahres geplante Feier für die Kindert zu organisieren. Dabei sollten unter anderem auch kleine Geschenke an alle verteilt werden, angeschafft von der Jahresspende der Echinger Gemeinderäte, die, wie seit vielen Jahren üblich, das monatliche Sitzungsgeld der Weihnachtssitzung vom Dezember 2020 für einen guten Zweck zur Verfügung gestellt haben.

Dieses Mal war man sich einig, dass die Spende, knappe 1000 Euro, den Buben und Mädchen aus den gemeindlichen Flüchtlingsunterkünften zu Gute kommen sollte. Bei den anschließenden Überlegungen, womit man den Kindern möglichst „dauerhaft“ eine Freude bereiten könne, gab es eine bedenkenswerte Anregung aus dem Landratsamt: Wie wäre es denn mit einer wetterfesten Tischtennisplatte im Freien? Die Idee wurde im Helferteam begeistert aufgegriffen, denn die Umgebung der Unterkunft im Gewerbegebiet Eching-Ost bietet, vorsichtig ausgedrückt, wenig Aufenthaltsqualität und weit und breit auch keine Spielmöglichkeiten. Die Anschaffungskosten für das Spiel- und Sportgerät von gut 1500 Euro lag zwar um über 500 Euro über der gespendeten Summe. Doch das von Ingrid Teschauer organisierte Team der Hausaufgabenhelferinnen hat spontan zusammengelegt und konnte auch im Familien- und Freundeskreis Unterstützer gewinnen, sodass das Projekt jetzt zeitnah realisiert wurde.

Eine richtige Feier konnte bislang noch nicht stattfinden

Der Bauhof hat den „Eilauftrag“ einschieben können und die fast eine Tonne schwere stabile Platte im Hof der Unterkunft aufgebaut. Und nachdem ab Juli das Kontaktverbot aufgehoben war, wurde die Tischtennisplatte sportlich von Groß und Klein gemeinsam eingeweiht. Eine richtige Feier konnte allerdings coronabedingt immer noch nicht stattfinden. Aber seither geht es dort ordentlich rund am Treffpunkt Tischtennisplatte. Die Erwachsenen zeigen den Kindern, wie es geht – und alle haben Spaß am Spielen.

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