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Für ihre Arbeit sollen Erzieher besser bezahlt werden, das fordern Eltern in Eching.

673 Unterschriften für Arbeitsmarktzulage gesammelt

Eltern starten Petition in Eching: Erzieher brauchen mehr Geld

Der Elternbeirat des Echinger Kinderhauses hat eine Petition pro Arbeitsmarktzulage für pädagogisches Personal gestartet: Knapp 700 Unterstützer haben unterschrieben - nun soll die Gemeinde endlich handeln.

Eching Die Unterschriften-Aktion der engagierten Eltern im Haus für Kinder St. Andreas an die Adresse von Gemeinderat und Bürgermeister zielt konkret darauf ab, dass die Kommune finanzielle Anreize für dringend benötigte Erzieher und Kinderpfleger schafft. 

Elternbeirätin: „Wir hatten ein Sammelergebnis von 340 Unterschriften angestrebt“

Denn nur damit, so die Überzeugung der Eltern, könne auch nachhaltig der erforderliche Umfang und eine angemessene Qualität der Kinderbetreuungseinrichtungen in der Gemeinde sichergestellt werden. „Wir hatten ein Sammelergebnis von 340 Unterschriften angestrebt. Bis zur Schließung der Petition sind wir auf 673 Namen gekommen – davon 537 aus Eching“, sagt Elternbeirätin Marie-Louise Brezansky.

Bereits vor drei Jahren hatte es der Echinger Gemeinderat abgelehnt, eine Arbeitsmarktzulage in Höhe von 200 Euro im Monat für pädagogische Mitarbeiter zu gewähren, beziehungsweise vergleichbare Entlastungen wie Gehaltszulagen oder verbilligten Wohnraum zu bieten. Genau dies tun aber umliegende Gemeinden wie Neufahrn, Hallbergmoos Unter- und Oberschleißheim.

Drei Stellen in Echinger Betreuungseinrichtungen sind nicht besetzt

Aktuell können in Eching drei Stellen in kommunalen Betreuungseinrichtungen nicht besetzt werden. Angesichts der prekären Situation, die eher schlechter als besser werden dürfte, lautet der Appell der Unterzeichner, dass „die Entscheidung gegen finanzielle Anreize von unserem Gemeinderat noch einmal überdacht werden muss, um den bisher möglichen und zukünftig nötigen Umfang der Kinderbetreuung in unserer Gemeinde zu erhalten – mit der Personalplanung steht und fällt die Anzahl der Betreuungsplätze!“ 

Es stehe den Gemeinden gut, so heißt es in der Begründung weiter, „ein Signal zu setzen für eine höhere Wertschätzung gegenüber der Kinderbetreuung und auch der Situation Rechnung zu tragen, dass gerade bei uns in vielen Familien beide Elternteile arbeiten.“

Was sagte der Bürgermeister zur Arbeitsmarktzulage fürs pädagogische Personal?

Weitere Echinger Kindertagesstätten unterstützten die Initiative aus dem Haus für Kinder Sankt Andreas. Gemeinsam mit Elternvertretungen aus dem Kindergarten Regenbogen, der Krippe Wunderland und dem Gemeindekindergarten Sternschnuppe wurde das Anliegen Bürgermeister Sebastian Thaler kürzlich in der Bürgersprechstunde vorgetragen. 

Thaler zeigte ein offenes Ohr für die vorgebrachten Forderungen, machte aber darauf aufmerksam, dass eine isolierte Zulage für pädagogisches Personal mit Blick auf weitere Berufsgruppen im Niedriglohnsektor, die ebenfalls mit den hohen Lebenshaltungskosten und dem teuren Wohnraum in der Region zu kämpfen haben, problematisch sei.

Resultat dieses von allen als konstruktiv geschilderten Gesprächs ist Thalers Angebot, alle Leitungen und Träger zeitnah an einen Runden Tisch zu holen. Zudem stellte er in Aussicht, die Thematik in der letzten Gemeinderatssitzung vor der Sommerpause im Juli auf die Tagesordnung zu setzen. Ulrike Wilms

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