Blick auf das Hanggrundstück südlich der Kirche St. Laurentius
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Auch über den Standort des Günzenhauser Bürgersaals wird in der Sondersitzung am 9. März entschieden: Hier das hinsichtlich seiner Eignung problematische Hanggrundstück südlich der Kirche St. Laurentius, das eine Erbengemeinschaft zur Verfügung stellt. Dabei soll der Saal zum Teil auf dem vorhandenen Schützenheim (links) aufliegen und in das rechts davon anschließende Gefälle beim alten Schlachthaus hineingebaut werden.

Sondersitzung des Echinger Gemeinderats

Günzenhauser FFW-Haus und Bürgersaal: Endgültige Entscheidung am 9. März

  • Ulrike Wilms
    vonUlrike Wilms
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Eine wichtige Weichenstellung für Günzenhausen soll in einer Sondersitzung des Echinger Gemeinderats am Dienstag, 9. März, getroffen werden: Es geht um das neue Feuerwehrhaus und den Bürgersaal.

Günzenhausen/Eching - Das Ratsgremium entschied sich nach Vorschlag der Verwaltung mit 17:6 Stimmen für eine Sondersitzung. Dabei steht eine Grundsatzentscheidung zum Kostenrahmen für das neue Feuerwehrhaus an – verbunden mit dem Standort eines neuen Bürgersaales. Konkret geht es darum, ob es machbar und wirtschaftlich vertretbar ist, einen separaten Bürgersaal bei Kirche und Gasthof im Ortszentrum zu errichten, wie von Seiten der Ortsvereine gewünscht, oder ob es beim neuen Feuerwehrhaus einen Saalanbau geben wird. Ein kombiniertes Gesamtvorhaben käme durch die angedachte Doppelnutzung insgesamt kostengünstiger als getrennte Baulichkeiten und separate Planungen.

Feuerwehrgebäude immer noch rund 600000 Euro zu teuer

Der Gemeinderat steht unverändert vor dem ungelösten Problem, dass die von den Architekten geschätzten Kosten für das Feuerwehrgebäude in Höhe von 3,4 Millionen deutlich von dem auf 2,8 Millionen Euro gedeckelten Budget abweichen. Es gilt deshalb, eine Entscheidung in die eine oder andere Richtung zu fällen beziehungsweise einen tragfähigen Kompromiss zu erarbeiten.

Vor diesem Hintergrund hatte die CSU den Antrag gestellt, das Feuerwehrhaus auf Einsparpotential abzuklopfen und die entsprechenden Planungen unabhängig und ohne Saal fortzuführen, um bis zum Vorliegen der Machbarkeitsstudie zum Bürgersaalstandort Anfang März Zeit zu gewinnen. Diese Überlegungen, das komplexe Gebäude in einen Feuerwehr- und einen Bürgersaalbereich auseinanderzudividieren, ist allerdings aus Sicht der Planer und der Verwaltung nicht sinnvoll, „da die Gebäudeteile weder architektonisch noch technisch isoliert betrachtet werden können“ und eine gleichzeitige Parallelplanung jeglichen Kostenrahmen sprengt. „Aktuell befindet sich die Planung in der Vorentwurfsphase, welche einerseits mit der Entscheidung über die Einsparmöglichkeiten, aber andererseits erst mit der Entscheidung über den Standort des Bürgersaals abgeschlossen werden kann. Eine Zeitersparnis ergibt sich dadurch nicht“, heißt es dazu in den Erläuterungen der Bauabteilung, die einen Baubeginn Anfang 2022 für realistisch hält.

Architekten und Verwaltung haben „Streichposten“-Paket erarbeitet

Um aber dem Vorstoß der CSU trotzdem Rechnung zu tragen, haben Architekten und Verwaltung ein ausschließlich das Feuerwehr betreffendes Maßnahmen-Paket mit potentiellen Kostenreduktionen erarbeitet – in Summe „Streichposten“ in Höhe von 200 000 Euro. Diese wurden aber nur in wenigen Einzelpositionen von der FFW gebilligt: beispielsweise der Verzicht auf eine Tür und ein Oberlicht oder eine günstigere Variante bei den Toren bzw. der Trennwand.

Die Machbarkeitsstudie zum Standort einschließlich einer Kostenschätzung liegt zum Sondertermin in einer Woche vor – und damit dann auch alle finanziellen Fakten offen auf dem Tisch. Klar ist, dass die für vertretbar erachteten Gesamtkosten das ausschlaggebende Argument für die weiteren Planungen darstellen.

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