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Wenig erfreut nach seinem unfreiwilligen Bad im Entenweiher ist Bürgermeister Anton Kraxler (Martin Langenegger; 2. v. r.). Jetzt soll ein Boxkampf das Problem lösen.

Dorfbühne Günzenhausen

Enten in Boxershorts

Mit ihrem neuesten Stück „Der Entenkrieg von Entenhausen“ hat die Günzenhausener Dorfbühne ihr Publikum in fünf ausverkauften Vorstellungen erneut begeistert. Ende der Woche sind deshalb zwei Zugaben geplant. Es gibt noch Karten.

Günzenhausen – Die Geschichte verspricht schon vom Inhalt her beste Unterhaltung: Ein unfreiwilliges Bad im Entenweiher, das geht Bürgermeister Anton Kraxler (Martin Langenegger) nun doch zu weit. Und da ihn ausgerechnet der Pfarrer (Hans Kratzl) ins Wasser befördert hatte und das Ganze von der Dorfratschn Sophie (Diana Unger) beobachtet wurde, ist der Rathauschef auf Rache aus. Als dann auch noch eine Ente des Pfarrers im Kochtopf der Bürgermeister-Familie landet, kochen die Emotionen zusätzlich hoch.

Die beiden Kontrahenten, Pfarrer und Bürgermeister, kommen auf die Idee, den Streit in einem Boxkampf zu klären. Die Reaktionen im Dorf sind unterschiedlich: Antons Ehefrau (Alexandra Romer) hält es für Schwachsinn. Tochter Heidi (Susanne Kassner-Holzner) sieht eine Chance, dass sich Freund Udo in dem Zusammenhang als guter Schwiegersohn erweist. Dorfratschn Sophie unterstützt den Kampf mit allen Kräften – doch die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Irma (Marion Jungmeier) will das Duell verhindern. Der Herr Pfarrer in Boxershorts, für sie zumindest unvorstellbar. Zum Vergnügen des Publikums versucht sie außerdem noch, ihren Ehemann Xaver vom Alkohol fernzuhalten. Der hat nach einer schrecklichen Erfahrung mit einem Mordsrausch seine Schwiegermutter doppelt gesehen – und nach diesem Schock beschlossen, keinen Tropfen mehr zu trinken.

So oder so entstehen viele Missverständnisse, aus denen jede Menge Lacher für das Publikum resultieren. Das Stück von Walter G. Pfaus spart außerdem nicht an Wortwitz und Anspielungen. Mit dem Dreiakter gab das neue Regieteam, Christine Schuhbauer und Michael Leutner, einen glänzenden Einstand. Alle Schauspieler verkörpern ihre Rollen überzeugend und mit viel Humor – was auch mit Szenenapplaus vom begeisterten Publikum gewürdigt wurde.

Musikalisch unterhalten wurden die Gäste vor Beginn und zwischen den drei Akten von der Drei-Quartl-Musi. Kulinarisch kümmerte sich das Bader-Wirt-Team ums Publikum.

Da die ursprünglich geplanten fünf Vorstellungen allesamt ausverkauft waren, wurden nun zwei Verlängerungstermine drangehängt: Das ist zum einen der kommende Freitag, 24. November, um 19.30 Uhr und außerdem noch der Samstag, 25. November, ebenfalls um 19.30 Uhr. Allerdings gibt es für die Freitags-Vorstellung mittlerweile nur noch Restkarten (bei Gabi Wildgruber, Telefon 0 81 33-18 51). Für die Vorstellung am Samstag können dafür immer noch Tickets reserviert bzw. direkt gekauft werden.

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