Das 150-jährige Bestehen der Feuerwehr wurde kürzlich mit einem Feldgottesdienst auf der Pfarrwiese in Eching begangen.
+
Das 150-jährige Bestehen der Feuerwehr wurde kürzlich mit einem Feldgottesdienst auf der Pfarrwiese in Eching begangen.

Feuerwehr Eching feiert im kleinen Kreis 150-jähriges Bestehen

FFW Eching feiert 150-jähriges Bestehen: Vorbildliche Nächstenliebe

  • Ulrike Wilms
    VonUlrike Wilms
    schließen

„Das Glück ist mit den Tüchtigen“: Die FFW Eching war an ihrem Nachholtermin der 150-Jahr-Feier mit strahlendem Sonnenschein gesegnet.

Gerne hätte man von Seiten der FFW Eching zusammen mit den bürgern vom 8. bis zum 11. Juli ausgiebig feiern wollen – darauf hatte ein 16-köpfiger Festausschuss drei Jahre lang hingearbeitet –, doch Corona machte all diesen Planungen einen Strich durch die Rechnung. Gerade vor diesem Hintergrund stehe nun die „Jubiläumsmesse“ ganz im Zeichen „festlicher Freude“, so der katholische Pfarrer Markus Guggenbiller bei seiner Begrüßung unter freiem Himmel.

Die Pfarrwiese im katholischen Pfarrzentrum von Sankt Andreas verwandelte sich in eine stimmungsvolle Freiluftkirche, in der sich der bunt geschmückte Altar mit den Vereinsfahnen und den Gottesdienstbesuchern zu einem stimmungsvollen Gesamtbild zusammenfügten. Als Hauptpersonen in Mannschaftsstärke einschließlich ihrer Ehrenmitglieder stark vertreten, präsentierten sich die Mitglieder der FFW Eching ebenso in Uniform wie die die Abordnungen der Ortsfeuerwehren Dietersheim und Günzenhausen sowie die Feuerwehrkameraden vom Patenverein, der FFW Goldach. Musikalisch begleitet wurden die Festlichkeiten von einem Ensemble der Echinger Blaskapelle.

Die Eucharistiefeier, in der auch die neuen Fahnenbänder geweiht wurden, stand ganz im Zeichen des Wahlspruchs der ehrenamtlichen Floriansjünger: „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“. Wie Pfarrer Martin Guggenbiller in seiner Festpredigt ausführte, sei heute vielen nicht mehr gegenwärtig, dass die tätige Nächstenliebe, die von den Feuerwehrkräften rund um die Uhr bei den oft nicht ungefährlichen Einsätzen geleistet wird, aus dem christlichen Glauben heraus motiviert ist: „Glaube und Werke gehören zusammen.“ Er appellierte dazu, Gott in den Alltag zu holen – und ihn mit ins Feuerwehrauto einzuladen.

Das neue Feuerwehrfahrzeug wurde nun, mit gut einem Jahr Verspätung, im Beisein zahlreicher (Ehren-)Gäste und Feuerwehrkameraden geweiht.

Schon zuvor hatte das auf dem angrenzenden Parkplatz stehende, blumengeschmückte Wechselladerfahrzeug Florian 36/2, das bereits am 1. Juli 2020, in Betrieb genommen wurde, alle Blicke auf sich gezogen. Mit corona-bedingter Verzögerung wurde nun der moderne Feuerwehrwagen nebst Abrollbehälter Wasser/Schaum feierlich geweiht. Dabei standen Dank, Lob und Wertschätzung für die aktiven Feuerwehrleute im Mittelpunkt. Dieser Dreiklang kam auch in den Redebeiträgen von Pfarrer Markus Krusche, Bürgermeister Sebastian Thaler und Kreisbrandinspektor Helmut Schmid zum Ausdruck.

Bei seiner kurzen Ansprache bedankte sich Kommandant Stefan Maidl seinerseits für die Unterstützung durch Gemeindeverwaltung und Gemeinderat und ging auf die durch die Pandemie erschwerte Beschaffung der in Österreich in Auftrag gegebenen Containeraufbauten ein. Er führte vor Augen, dass das Zugfahrzeug, dessen Behälter 7500 Liter Löschwasser und 500 Liter Schaum fassen kann, im Einsatzgebiet der FFW Eching schon wichtige Dienste geleistet hat. Bereits seit 2008 habe die FFW Eching als neues Konzept die Einführung von Wechselladern verfolgt. Damit lasse sich die Schlagkraft hinsichtlich wachsender Aufgaben erhöhen, weil insgesamt deutlich weniger Personal benötigt werde, ein ganz wesentlicher Aspekt im heutigen Feuerwehrwesen. Die Bayernhymne beschloss die feierliche Zeremonie.

Freising-Newsletter: Alles aus Ihrer Region! Unser brandneuer Freising-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alle wichtigen Geschichten aus der Region Freising – inklusive aller Neuigkeiten zur Corona-Krise in Ihrer Gemeinde. Melden Sie sich hier an.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare