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Wenn der Vorhang fiel, galt es, beim „Geschwindigkeits-Vornamen-Nennen“ganz fix zu sein.

Gruselige Lesenacht in der Bücherei

„Das fröhliche Chaos war perfekt“

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Nachts in der Bücherei passiert so allerlei – vor allen Dingen dann, wenn zu einer Lesenacht für Grundschulkinder mit Übernachtung eingeladen wird.

Eching – Mit Bücherei-Leiterin Regina Liebl-Mayer und Mitarbeiterin Angelika Hofmann, die schon so manche derartige Aktion konzipiert haben, waren Spaß, Spiel und Gruseln garantiert. Selbstverständlich beinhaltete ihr Aktionsplan ausreichend Nahrung – auch für den Lesehunger.

Los ging es mit lustigen Kennenlernspielen. Viel Spaß hatten die kleinen Gäste beim „Geschwindigkeits-Vornamen-Nennen“, wobei es in zwei von einer großen Stoffplane getrennten Gruppen galt, den Rufnamen des jeweiligen Gegenübers zu rufen, sobald der fallende Vorhang den Blick freigegeben hat. Gaudi machten auch zwei gemischte Salate – nicht zum Essen, sondern zum Spielen. Beim „Schuhsalat“ beispielsweise ging es darum, wem welche Treter namentlich zuzuordnen sind. Der Gespenstersalat dagegen nimmt die Spielidee der bekannten „Reise nach Jerusalem“ auf, und auf Zuruf müssen entweder Hexen, Fledermäuse, Vampire und Zauberer fix ihre Plätze tauschen. Weil es einen Stuhl weniger gibt als Teilnehmer, bleibt immer der Spielleiter für die nächste Runde übrig. Beim Stichwort „Gespenstersalat“ machen dann alle beim „Bäumchen-Wechsel-Dich“ mit. „Das fröhliche Chaos war perfekt“, so Hofmanns Fazit.

Im anschließenden Erzählkreis war Fantasie gefordert. Nach einem Einstieg in eine spannende und gruselige Geschichte, wurde der Handlungsfaden reihum weitergesponnen. Ihre Abendmahlzeit mussten sich die Kinder erst suchen – und die zuvor versteckten Früchte finden. Das Licht erlosch und mit Taschenlampen bewaffnet, machten sich alle auf die erfolgreiche Suche: Natürlich schmeckten die Fundstücke dann umso besser.

Mit einer aufregenden Gruselgeschichte, auf die eine etwas beruhigendere Gute-Nacht-Geschichte folgte, leitete das erfahrene Team, beide mehrfache Mütter, zur Ruhe- und Schlafphase über – damit keiner schlecht träumt. Und als sich alle gemütlich in ihre warme Schlafhöhle hinein gekuschelt hatten, durfte dort bis zum „Umfallen“ bei Taschenlampenschein geschmökert werden.

Es war eine kurze Nacht für Liebl-Mayer und Hofmann, denn schon beim ersten Morgengrauen wurden die ersten Geister wieder munter und begannen miteinander zu flüstern. Beschlossen wurde die Grusel-Geister-Gespensternacht bei einem gemeinsamen Frühstück.

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