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Aschermittwoch der CSU in Eching

Gegen Denkverbote und AfD: Der Aschermittwoch der Landkreis-CSU

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Er wurde deutlich, aber nicht laut – und auch auf die emotionale Ebene musste sich CSU-Kreis-Chef und MdL Florian Herrmann nicht begeben, um mit seiner Aschermittwochsrede im Echinger Huberwirt das Publikum zu erreichen.

Eching – Den „Kampfanzug“ hatte ein anderer angezogen. MdB Erich Irlstorfer, der gemeinsam mit Bezirksrat Simon Schindlmayr (kurzweiliger Exkurs in die Aufgabengebiete des Bezirkstags) für die Grußworte zuständig war – und zugab, dass er „immer noch am Aufarbeiten“ der Frage sei, „warum wir bei den Bundestagswahlen 9000 Stimmen im Wahlkreis verloren haben“. Schließlich habe man auf vielen Ebenen „ordentliche Arbeit geleistet“. Und auch im neuen Koalitionsvertrag würden sich das C und das S der Union gut widerspiegeln. Es gebe deshalb keinen Grund, immer nur klein beizugeben und sich alles schlechtreden zu lassen. „Wenn mir Leute auf Facebook erklären, dass wir alles Nichtsnutze sind“, dann argumentierten diese auf einem so niedrigen Niveau, dass sie „eine klare Ansage“ bräuchten. An die Gäste im Huberwirt appellierte er mit Blick auf die Landtagswahlen „gemeinsam zu kämpfen“.

MdL Florian Herrmann bezeichnete den 14. Oktoberals „Schicksalswahltag“.

Den 14. Oktober bezeichnete Florian Herrmann gar als „Schicksalswahltag für Bayern und die CSU“. Da komme es zu einer Weichenstellung „wie noch nie in den letzten Jahren“. Er, Herrmann, vermisse jedenfalls den optimistischen Grundton in der Gesellschaft. Der Spruch „Die Zukunft war früher auch besser“ von Karl Valentin treffe die allgemeine Gereiztheit ganz gut. Dabei glaube er, dass die Union zwei passende Botschaften auf das Ergebnis der Bundestagswahl habe: die Bewältigung der Flüchtlingskrise („Integration ist nur in einer bestimmten Größenordnung möglich“) sowie der vermehrte Einsatz für die untere Mittelschicht („Die stand vorher nicht so im Fokus“).

Das bürgerliche Lager ist laut Herrmann auch in Bayern „stark zersplittert“. Neben CSU, FW und FDP hätte auch die AfD gerne ihr Stück vom Kuchen. „Aber eine Partei, die Spaltung zum Prinzip macht, schadet nur“, so Herrmann. Dass ein „politisches Geschwür“ wie die AfD überhaupt existiere, liege auch an „Denkverboten und der Meinungspolizei von links“, denen man seitens der CSU eine konservative Stimme entgegensetzen müsse.

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