Die Burschen bei der Arbeit am Tag der Arbeit
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Das Handwerker-Trio mit den Burschenvorständen Jonas und Julian Schlenker sowie Vorsitzendem Christian Weiß beim Mini-Maibaum-Aufstellen vorm Huberwirt, wo praktischerweise im Moment auch das Corona-Testzentrum untergebracht ist.

Burschenverein stellt trotz Corona ein Stangerl auf

Überraschungscoup am 1. Mai in Eching: Geheimaktion „Mini-Maibaum“

  • Ulrike Wilms
    vonUlrike Wilms
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Getestet und unter AHA-Bedingungen ist Echings Burschen am 1. Mai eine echte Überraschung gelungen: Die Gemeinde bekam doch ihren Maibaum.

Eching - 1. Mai 2021, 10.15 Uhr in Eching: Im Ortszentrum ertönte der Bayerische Defiliermarsch und die Passanten, Spaziergänger, Radlfahrer und Semmeleinkäufer staunten nicht schlecht: Am angestammten Platz zwischen Huberwirt und neuem Rathaus wehte die weißblaue Bayernfahne an der Spitze eines ebenfalls weißblauen Mini-Maibaums. In einer Geheim-Aktion hatte die Vorstandsmannschaft des Echinger Burschenvereins beschlossen, trotz – oder gerade wegen –der vielen Einschränkungen und gleichförmigen Abläufe im Alltag ein Zeichen zu setzen und das neue Rathaus nach überliefertem Brauchtum zu Beginn des Wonnemonats Mai mit dem üblichen Traditionsstangerl zu schmücken. „Wir wollen zeigen, dass wir immer noch präsent sind, und gleichzeitig Mut machen. Da soll unser Maibaum ein Lichtblick für alle sein“, so Vorsitzender Christian Weiß, der zusammen mit Jonas und Julian Schlenker den kleinen, aber feinen Echinger Überraschungs-Maibaum coronakonform aufgerichtet und sicher verankert hat.

Nicht einmal die anderen 180 Burschen wussten Bescheid

Das Maibaumaufstellen in gewohnter Weise war wegen der geltenden Kontakt- und Versammlungsbeschränkungen heuer erneut nicht möglich. Vorbeugend und sicherheitshalber hatte sich das Burschen-Trio bei einem Corona-Antigentest im Testzentrum Huberwirt testen lassen. Die übrigen, ebenfalls maskierten Vorstandsmitglieder, haben allesamt daheim einen Selbsttest durchgeführt, erläutert der Vereinsvorsitzende, der großen Wert darauf legt, dass man sich verantwortungsvoll verhalten und vor allen Dingen auch Menschenansammlungen strikt vermieden habe. „Wir haben weder unsere rund 180 Vereinsmitglieder eingeweiht noch die Öffentlichkeit“, erläutert Weiß – lediglich Bürgermeister und Gemeindeverwaltung wurden informiert. Somit handelte es sich bei der am Tag der Arbeit durchgeführten „handwerklichen Brauchtumspflege“, die von Anfang bis Ende unter AHA-Bedingungen abgewickelt wurde, nicht um eine genehmigungspflichtige Veranstaltung.

An die Zeit nach Corona wird auch schon gedacht

Entstanden ist der Echinger Maibaum anno 2021 an einem nicht hier nicht genannten Ort, wo jeweils Zweierteams aus dem Vorstand aus einem kräftig und gerade gewachsenen Ex-„Schwaiberl“ von rund neun Metern Länge ein Brauchtumsstangerl gebastelt haben. Daran angebracht ist heuer auch ein spezielles Taferl mit einer gereimten Aufschrift, wo unter anderem zu lesen steht: „Nach Corona geb ma Gas, und ham alle miteinander a Menge Spaß!“ Bis dahin können sich die Echinger an dem feschen „Maibäumchen“ erfreuen –und hoffen, dass die Aufschrift in Erfüllung geht.

Es ist vollbracht: Nach der erfolgreichen Geheimaktion präsentierte sich die zufriedene Vorstandschaft des Echinger Burschenvereins vor dem Maibaum-geschmückten neuen Rathaus.

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