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Direkt auf der Straße bzw. einem schmalen Wiesenstreifen müssen die Fahrgäste der Busse an der Alten Ziegelei in Günzenhausen bislang ein- und aussteigen.

Bauausschuss Eching entscheidet sich für Mittelweg

Alte Ziegelei: Unsichere Bushaltestellen werden umgestaltet

  • Ulrike Wilms
    vonUlrike Wilms
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Gefährlich und unübersichtlich sind die Bushaltestellen an der Alten Ziegelei in Günzenhausen. Doch jetzt ist eine Umgestaltung in Sicht.

Günzenhausen – Die Haltepunkte an der Staatsstraße 2339 werden sowohl von den MVV- als auch von Schulbussen genutzt. Bei der bestehenden Fahrbahnbreite von 5,50 Metern findet der Halt und das Ein- und Aussteigen auf der Fahrbahn statt, wo innerhalb von 24 Stunden im Schnitt 1655 Fahrzeugbewegungen gezählt werden. Um dieses „gravierende Sicherheitsdefizit“ zu beheben, hat die Gemeinde Eching in Absprache mit dem Staatlichen Bauamt Freising ein Landshuter Ingenieurbüro beauftragt, Ausbauvarianten zu erarbeiten, mit denen die Haltstellen umgestaltet werden können.

In der Oktober-Sitzung des Bauausschusses wurden fünf Varianten vorgestellt und sowohl hinsichtlich einer „Sicherheitsprüfung“ als auch in Blick auf die Gesamtkosten abgewogen – von einem einfachen Anbau von Warteflächen ohne Eingriff in die Straße bis hin zur Errichtung von beidseitigen Busbuchten. Auf Anraten des Ingenieurbüros entschied sich das Gremium für den Mittelweg, eine Variante, die links und rechts der Straße zwei Haltestellenerweiterungen und eine mittige Verkehrsinsel auf der Fahrbahn als Querungshilfe umfasst.

Hinter den Kosten steht noch ein großes Fragezeichen

Die dabei entstehenden Kosten sind abhängig davon, ob für die Umgestaltung am südostlichen Fahrbahnrand von einem privaten Eigentümer Grund auf dem angrenzenden Flurstück erworben werden kann oder nicht. Sollte kein Flächenkauf möglich sein, muss eine seitliche Stützmauer das abfallende Gelände sichern. Geschätzte Kosten: rund 343 000 Euro. Der günstigere Kostenansatz mit einem verbreiterten Straßendamm und einer anzulegenden Böschung wird mit 200 000 Euro plus Grundstückskosten kalkuliert.

Bernhard Wallner (CSU) und Otmar Dallinger (FW) monierten die unbefriedigende Gesamtsituation: angefangen von der mangelnden Einsehbarkeit im Bereich der Alten Ziegelei wegen einer Kuppe und der löchrigen Deckschicht der Straße. Das gehöre beides in Angriff genommen, argumentierte Dallinger, bevor man viel Geld für eine Einzelmaßnahme in die Hand nehme. Er votierte schlussendlich als einziger gegen die Planungen.

Der Bürgermeister hat wenig Hoffnung, dass die Fahrbahn bald saniert wird

Bürgermeister Sebastian Thaler konnte wenig Hoffnung auf eine baldige Sanierung der Fahrbahn oder gar weiterführende Maßnahmen machen. Ihm sei von Seiten des Bauamts beschieden worden, dass der Zustand der St 2339 gar nicht so schlecht sei. Nachdem die Behörde der Baulastträger und für den Zustand der Staatsstraße verantwortlich ist, hofft man in Eching auf eine Kostenübernahme oder -beteiligung beim Umbau der Haltestellen. Bei Vorgesprächen hatte die Behörde angedeutet, einer „vernünftigen“ Lösung gegenüber aufgeschlossen zu sein.

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