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Aus dem Gemeinderat Eching

Im dritten Anlauf Zuschuss fürs Schwimmtraining genehmigt

Aller guten Dinge sind bekanntlich drei: Nach zwei vergeblichen Versuchen der BRK-Wasserwacht Eching, für ihren ganzjährigen Schwimmtrainingsbetrieb kommunale Zuschüsse für den Eintritt in die Hallenbäder in Lohhof und Neufahrn zu erhalten, gab der Hauptausschuss nun einstimmig Grünes Licht für eine sachgebundene Zuwendung.

EchingDa Eching selbst kein Hallenbad hat, muss die komplette Schwimmausbildung – vom Schwimmkurs bis zum Rettungsschwimmer – in den Nachbargemeinden durchgeführt werden, wo für „Auswärtige“ die regulären Eintrittskosten zu berappen sind. Für den Trainingsbetrieb entstehen Eintrittskosten in Höhe von etwa 3000 Euro pro Jahr an, heißt es im Antrag des Fördervereins Wasserrettung im Haupt- und Finanzausschuss. Für die Kinder und Jugendlichen wurde deshalb um einen Zuschuss in Höhe von 2500 Euro gebeten – für das Training im Schwimmbad Aquariush in Unterschleißheim.

Bedenken, diese Unterstützung uneingeschränkt zu gewähren, kam aus Reihen der CSU. Die beiden vorausgegangenen Förderanträge aus den Jahren 2003 und 2005 in der Amtszeit von Josef Riemensberger (CSU) wurden mehrheitlich mit der Begründung abgelehnt, dass der Schwimmunterricht ganz überwiegend für Kinder und Jugendliche durchgeführt wird. Dafür aber fließt die normale Jugendförderung der Gemeinde, die allen Vereinen für ihren Nachwuchs gewährt wird. Aus Gründen der Gleichbehandlung dürfe man da keine Ausnahmen zulassen, lautete die Argumentation damals wie heute.

Echings Bürgermeister Sebastian Thaler sieht die Situation anders, denn was die Wasserwacht an Schwimmtraining wahrnehme, sei „keine reine Spaßveranstaltung“. Es diene der Allgemeinheit, weil die Wasserwacht mit ihrem Einsatz an den Badeseen im Sommer eine wichtige Aufgabe für die Sicherheit leiste.

Otmar Dallinger (Freie Wähler) ergänzte, dass die Wasserwacht unabhängig davon einen immens wichtigen Part beim Schwimmenlernen von Kindern und Jugendlichen übernimmt, denn Schulen können keinen umfassenden Schwimmunterricht mehr leisten: Die Zahl der Nichtschwimmer nehme gefährlich zu, eine echte „Katastrophe“, wie Dallinger sagte.

Gertrud Wucherpfennig machte darauf aufmerksam, dass allein schon die deutlich gestiegenen Eintrittskosten für das „Aquariush“ (Unterschleißheim) und „neufun“ (Neufahrn) ein Umdenken rechtfertige. Hinzu kommt noch, so wurde mehrfach in die Aussprache eingebracht, dass auch andere Vereine und insbesondere Sportvereine gemeindeeigene Hallen und/oder Räume vergünstigt nutzen können. Über dieses Privileg verfügt die Wasserwacht nicht, weil Nachlässe in den Nachbargemeinden für Echinger Vereine natürlich nicht gelten.

In der Sache war sich das Gremium grundsätzlich und abschließend einig: Die Räte gewährten den beantragten Zuschuss. Für die CSU-Fraktion kam von Simon Schindlmayr und Heike Krauss die Forderung, dass in den Beschlusstext explizit die Passage aufgenommen wird, dass die gewährten Gelder dem Bereich „öffentliche Sicherheit und Ordnung“ (Ergänzung) bei der Badeaufsicht am Echinger und Hollerner See dienen. Diesem Wunsch kam der Hauptausschuss gerne nach.

Ulrike Wilms

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