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In Eching gibt’s jetzt einen Klimabeirat - 2. Bürgermeisterin appelliert an den Mut der Menschen

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Von: Ulrike Wilms

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Der neue Klimabeirat mit (v. l.) Daniel Ettenhuber (Arbeitsgruppe Mobilität), Phillip Buschmann (Erneuerbare Energien, Abfall und Ressourcen), Vhs-Leiterin Doris Fähr (Umweltbildung), Klimamanagerin Lena Herrmann als Vorsitzende des Klimabeirats, Susanne Wehkamp (Bauleitplanung und Klimafolgenanpassung), Nicolaus Walter (Landwirtschaft und Ernährung) und Ines Stadler, Wirtschaftsförderin der Gemeinde (Nachhaltige Unternehmen und Regionale Wirtschaft).
Der neue Klimabeirat mit (v. l.) Daniel Ettenhuber (Arbeitsgruppe Mobilität), Phillip Buschmann (Erneuerbare Energien, Abfall und Ressourcen), Vhs-Leiterin Doris Fähr (Umweltbildung), Klimamanagerin Lena Herrmann als Vorsitzende des Klimabeirats, Susanne Wehkamp (Bauleitplanung und Klimafolgenanpassung), Nicolaus Walter (Landwirtschaft und Ernährung) und Ines Stadler, Wirtschaftsförderin der Gemeinde (Nachhaltige Unternehmen und Regionale Wirtschaft). © fkn

Ein neu gegründeter Klimabeirat in Eching hat viel vor. 50 Interessierte haben den ersten Schritt für ein kommunales Klimaschutzkonzept gemacht.

Eching - „Klimaschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die uns alle betrifft und zu der wir alle einen Beitrag leisten können“, hieß es in der Einladung zu einem öffentlichen Workshop in Eching. Die Zielsetzung dieser Auftaktveranstaltung unter Leitung von Echings Klimaschutzmanagerin Lena Herrmann: die Gründung eines Echinger Klimabeirats. Und dieser wurde ebenso erfolgreich aus der Taufe gehoben wie insgesamt sechs Arbeitsgruppen, die sich mit dem weiten Feld des Umwelt- und damit Klimaschutzes „vor Ort“ auseinandersetzen wollen – der erste Schritt zu einem kommunalen Klimaschutzkonzept.

Die Arbeitsgruppen

Als jeweilige Sprecher ihrer Arbeitsgruppe bilden unter dem Vorsitz von Herrmann Ines Stadler, Wirtschaftsförderin der Gemeinde (Arbeitsgruppe nachhaltige Unternehmen und Regionale Wirtschaft), Phillip Buschmann (AG Erneuerbare Energien, Abfall und Ressourcen), Daniel Ettenhuber (AG Mobilität), Vhs-Leiterin Doris Fähr (AG Umweltbildung), Nicolaus Walter (AG Landwirtschaft und Ernährung) und Susanne Wehkamp (AG Bauleitplanung und Klimafolgenanpassung) den Klimabeirat. Die Begrüßung und thematische Einleitung bei der von Herrmann konzipierten Gründungsveranstaltung hatte 2. Bürgermeisterin Stefanie Malenke übernommen. Sie rief dazu auf, mutig zu sein bei ungewohnten oder auch unbequemen Entscheidungen für den Klimaschutz – gemäß dem Motto „Handeln ist notwendig, Wandel ist möglich.“

Motivierend und informativ zugleich leisteten Melanie Falkenstein, seit 2016 Klimaschutzmanagerin der Stadt Moosburg, und als Moderator Moritz Strey, Energiebeauftragter im Landratsamt Freising, Start- und Geburtshilfe für den Klimabeirat. Falkenstein konnte von einer Vielzahl von erfolgreichen Klimaschutz-Aktivitäten in Moosburg berichten, angefangen bei den oft nachgefragten Förderprogrammen im Energie- und Mobilitätsbereich bis hin zu altersgerechten Projekten zur Umweltbildung an Schulen und Kitas.

Auch in Eching möchte Herrmann Schulen und Kindertagesstätten „mit ins Boot“ holen und wird dort für eine Vernetzung werben. Dem Klimabeirat kommt die Aufgabe zu, die Gemeinde in Hinblick auf die globalen Klimaziele auf lokaler Ebene zu beraten und auf Eching zugeschnittene Maßnahmen vorzuschlagen. So will man daran anknüpfen, was in Eching schon auf den Weg gebracht wurde, wie etwa E-Ladesäulen, Photovoltaikanlagen, die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED, der Beitritt zur Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen oder der Ausbau des vorhandenen Fernwärmenetzes.

Der Ist-Zustand

Lena Herrmann, die im Mai als erste hauptamtliche Klimaschutzbeauftragte der Gemeinde ihre Stelle angetreten hat, präsentierte den Besuchern zunächst den Ist-Zustand, auf dem man in punkto Echinger Klimaschutz aufbauen kann. Deutlich wurde dabei, dass es noch auf allen Ebenen verstärkter Anstrengungen bedarf, um das vom Klimabündnis Freising angestrebte Ziel der Klimaneutralität bis 2035 erreichen zu können. Eching zählt zu den 19 (von 24) Gemeinden, die dem Klimabündnis im Landkreis beigetreten sind.

Die Zielsetzungen

War der erste Teil der Veranstaltung Sachvorträgen gewidmet, ging es am Nachmittag bereits zu ersten Sondierungsgesprächen in die einzelnen Arbeitsgruppen, die eigenständig ihre Zielsetzungen definieren und erste Themenschwerpunkte festgelegt haben, die bei einer anschließenden Präsentation im Plenum vorgestellt wurden. Sehr erfreut äußerte sich Herrmann über das Engagement der knapp 40 Aktiven, die sich einbringen wollen, dabei neben ihrem persönlichen Interesse auch ein breit gefächertes Know-How und Fachwissen ebenso mitbringen wie einen „schönen Altersquerschnitt“.

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„Eine Supermischung“ wie die Klimaschutzmanagerin betont, denn die Mitglieder vertreten ganz unterschiedliche gesellschaftliche und berufliche Gruppen. „Selbstverständlich stehen die einzelnen Arbeitsgruppen, bei denen zwischen fünf und zehn Teilnehmern ihre Mitarbeit zugesagt haben, für weitere Interessenten offen“, wirbt Herrmann um zusätzliche Unterstützer. Eine Mitarbeit nicht zuletzt auch von (mehr) jüngeren Echingern sei jederzeit möglich und gewünscht.

Der Beirat wird sich alle drei bis vier Monate treffe und die in den einzelnen Arbeitsgruppen priorisierten Aufgabenfelder diskutieren und dann die erarbeiteten Umsetzungsvorschläge dem Gemeinderat zur Entscheidung vorlegen.

Das nächste Treffen

Das nächste Treffen ist für den 9. Dezember geplant und wird nach aktuellem Stand als Zoom-Konferenz online stattfinden müssen.

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