Verwirrung nach Explosion im New Yorker Stadtteil Manhattan

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Fleißige Möbelpacker: (v. l.) Irena Hirschmann, Fahrer Niko, Hans Einertshofer, Miriam Gastl, Gertrud Wucherpfennig, Mathias Böck und Folker Wucholt.

Gute Idee, guter Zweck

Keller-Exil beendet: Schulmöbel wandern von Eching nach Rumänien

Der Keller in der Echinger Grund- und Mittelschule ist vollgestellt mit Schulmöbeln. Bis jetzt. Nun hatten findige Echinger eine Idee, wie man die Stühle, Pulte und Tafeln in tadellosem Zustand doch noch sinnvoll nutzen kann.

Eching Ausgangspunkt Schulkeller: Ein großer Lagerraum unter der Turnhalle der Grund- und Mittelschule an der Danziger Straße war bis in den letzten Winkel vollgestellt mit ausrangiertem, gut erhaltenem Schulmobiliar, das dort viel Platz wegnahm und nutzlos vor sich hin staubte. Den Möbeln fehlt funktional und optisch nichts. Sie mussten aber ausgemustert werden, weil sie nach DIN-Norm nicht mehr der aktuell gültigen Klassenzimmerausstattung deutscher Schulen entsprechen. Doch dank einiger glücklicher Zufälle, spontaner Hilfsbereitschaft und Organisationstalent heißt es nun anstelle von Verschwendung sinnvolle Verwendung. Eine ganze Lkw-Ladung mit insgesamt 146 Schülerstühlen, 58 Schülerpulten, einer großen mobilen Kreidetafel sowie einigen Sitzbänken, Drehhockern und -stühlen geht ins rumänische Resita. Dort wird eine ganze Schule mit der Sachspende aus Eching ausgestattet.

Die gelungene Spenden-Aktion kam so zustande: Schon seit Langem sammelt die Echinger Familie Einertshofer in Nachbarschaft und Freundeskreis gut erhaltene Kleidung, Kinderspielzeug und Haushaltswaren, die nicht mehr benötigt werden. Die Güter werden dann ein bis zwei Mal jährlich vom Schweizer Roten Kreuz, unter deren Trägerschaft die Osteuropa-Hilfe „Triumph des Herzens“ steht, abgeholt und beispielsweise in die Ukraine oder nach Rumänien gebracht. Bei den Spendern mit dabei war auch Miriam Gastl, Assistentin des Echinger Bürgermeisters, die kürzlich auf die riesige Menge eingelagerter Schulmöbel aufmerksam geworden war. Ihr gelang es in kürzester Zeit, den Transport in den Osten auf den Weg zu bringen, ohne dass der Gemeinde oder der Schule dabei Kosten entstanden sind.

Nach dem Stühleschleppen machte sich bei den Neuntklässlern neben Muskelkater auch ein gutes Gefühl breit.

Die bürokratischen Hürden vom Frachtbrief bis zum Zoll übernimmt das Schweizer Rote Kreuz, das gegenüber deutschen Hilfsorganisationen aufgrund der Schweizer Neutralität über bessere Transportkonditionen verfügt. Für die praktische Umsetzung fand sie neben Einertshofer und Hausmeister Gregor Liebe auch Unterstützung bei Rektor Gerhard Röck, der für die Zusammenstellung der Möbellieferung im Schulkeller die Hilfe von Lehrer Stefan Riedel und seiner neunten Klasse gewinnen konnte. Da hieß es für die Jugendlichen, anstelle des Sportunterrichts fleißig zuzupacken. Da machte sich nicht nur Muskelkater bemerkbar, sondern auch das gute Gefühl, etwas Vernünftiges geleistet zu haben. Besonders froh sind Hausmeister Liebe und Schulleiter Röck, dass der Schulkeller erheblich leerer geworden ist.

Miriam Gastl denkt bereits über weitere Aktionen in dieser Richtung nach, denn die Gemeinde Eching, Sachaufwandsträger der Schule, hat noch weitere Schulmöbel und Materialen, etwa aus dem Bereich Werken und Kunst abzugeben. „Gerne möchten wir im Januar eine genaue Bestandsaufnahme machen“, sagte Miriam Gastl – und dann wieder eine große Hilfslieferung zusammenstellen.

Ulrike Wilms

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