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Packen wir’s an: das Kandidatenteam der Freien Wähler mit Bürgermeisterbewerber Thomas Stüwe (vorne, M.).

Kommunalwahl 2020

Das Wunschziel der Freien Wähler Eching: Fünf plus eins Sitze

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Echings Freie Wähler haben die Jahreshauptversammlung mit der Aufstellung ihrer Gemeinderatsliste kombiniert und ihre Ziele für die Wahl formuliert.

Eching – „Eine tolle Liste mit tollen Menschen.“ So lobend äußerte sich Thomas Stüwe, Bürgermeisterkandidat und Ortschef der Freien Wähler Eching, über die 24 FW-Kandidaten: Vier Frauen und 20 Männer im Alter von 23 bis 70 Jahren, die gemeinsam mit ihm in die Kommunalwahl ziehen wollen. Im Rahmen der FW-Jahreshauptversammlung wurde die Liste nun aufgestellt.

Auf dieser befinden sich sowohl Einheimische als auch „Zugereiste“ sowie eine Vielzahl unterschiedlichster Berufsfelder: Selbständige, Unternehmer und Handwerker, Ingenieure oder Erzieherinnen zum Beispiel. Unisono wurde von den 23 stimmberechtigten Mitgliedern in geheimer Wahl der kompletten Liste das Vertrauen ausgesprochen.

Das erklärte Wahlziel von Stüwes Mannschaft lautet: mindestens fünf, besser fünf plus einen Sitz zu erringen. Auf den folgenden Listenplätzen 2 bis 5 stehen die amtierenden Gemeinderäte mit Fraktionssprecher Otmar Dallinger, Oliver Schlenker, Christoph Gürtner und Tobias Handschuh. Weibliche Spitzenkandidatin ist Stefanie Geil, gebürtige Echingerin und Lehrerin an der Mittelschule (auf Platz 6).

Der neu gewählte Ortssprecher ließ ein bewegtes und für ihn sehr arbeitsintensives erstes Vereinsjahr Revue passieren, in dem auch auf Vereinsebene viel passiert ist. Stellvertreter Markus Leitner bilanzierte ein halbes Dutzend Veranstaltungen, darunter zwei Radltouren, die Teilnahmen an der Europaveranstaltung, am Weltkindertag und Bogenschießen. 

Deutliche Kritik an Bürgermeister Thaler

Und dann wurde die lange Tagesordnung der Versammlung kurzerhand noch um einen wichtigen Aspekt ergänzt, nämlich die Arbeit der Räte in den Gremien, die gegenwärtigen Diskussionsthemen und die Zusammenarbeit im Rat. Dabei wurde nicht mit Kritik an Bürgermeister Thalers Politik und Versammlungsleitung gespart. Ein Vorwurf lautete, abgestimmte Sachverhalte erneut auf die Agenda zu setzen. Ein weiterer, der auch die (Bau-)Verwaltung einschloss: die Sitzungen schlecht vorzubereiten. 

Vehement bestritt die FW-Fraktion, zusammen mit den Christsozialen eine Blockade-Politik gegenüber Thaler und den anderen Parteien zu betreiben: Christoph Gürtner betonte, dass allein Sachthemen das Abstimmungsverhalten der FW diktierten, etwa bei den Planungen von Rathaus, der Nachverdichtung des Baugebiets Böhmerwaldstraße oder dem Günzenhauser Feuerwehrhaus.

Vier neue Ehrenmitglieder der FW Eching bei der Urkundenverleihung: (v. l.) Hans Grassl, Josef Gerber, Gemeinderat Otmar Dallinger, Vorsitzender Thomas Stüwe und Hans Huber. Es fehlt das neue Ehrenmitglied Marianne Graetz.

Otmar Dallinger bekannte sich zudem zu einer liberalen Grundhaltung und sprach sich gegen zu viel Reglementierung und für vertretbare „Freiheiten für die Bürger“ aus. Als Beispiel führte er die von der Gemeinde vorgeschlagene Grundstücksbegrenzungssatzung an. Zwar wurde deren Erarbeitung per Gemeinderatsmehrheit beschlossen, nach Vorlage im Gremium aber dann von CSU und FW abgelehnt. Als Begründung führte Dallinger an, dass er die Bestimmungen der Bayerischen Bauordnung, die bis zu zwei Meter Begrenzungszäune und -mauern als zulässig ansieht, für völlig ausreichend und es mehr mit dem Prinzip „leben und leben lassen“ hält.

Die Kandidatenliste der Freien Wähler Eching

1 Thomas Stüwe, 2 Otmar Dallinger, 3 Oliver Schlenker, 4 Christoph Gürtner,5 Tobias Handschuh, 6 Stephanie Geil,7 Roland Bauer, 8 Dirk Koch, 9 Fabian Goldstein, 10 Markus Leitner, 11 Anita Schlenker, 12 Hendrik Anders, 13 Jonas Schlenker, 14 Jörg Ehrhardt, 15 Florian Gerber, 16 Karlheinz Müller, 17 Josef Gerber, 18 Andrea Dallinger, 19 Jeroen De Bruijn, 20 Sebastian Krämer, 21 Andreas Lösl, 22 Klaus Sprenger, 23 Tobias Brand und 24 Sonja Gerber.

Hans Grassl sagt Servus

Nach 20 Jahren ist der Dietersheimer Gemeinderat Hans Grassl nicht mehr zur Wiederwahl angetreten. Er wurde mit viel Beifall verabschiedet. Dieser angekündigte Rückzug von der lokalpolitischen Bühne wurde zum Anlass genommen, noch anderen langjährigen Vereinsmitgliedern für ihr Engagement und ihre Treue zu danken. Gemeinsam mit Grassl wurden Marianne Graetz (in Abwesenheit), Josef Gerber und Hans Huber zu neuen Ehrenmitgliedern ernannt.

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